© Tierpark Haag / Stoschek

Chronik Österreich
05/03/2020

Zoos sperren wieder auf: Vorsichtiges Wiedersehen mit Löwen

Am 15. Mai dürfen Tiergärten wieder öffnen. Für die Besuche gelten aber strenge Sicherheitsauflagen.

Es sind nicht nur die Kinder, die den Besuch in den heimischen Zoos herbeisehnen. Nein, auch die Tiere freuen sich schon, wenn sie endlich wieder Gäste beobachten können, ist man im Wiener Tiergarten Schönbrunn überzeugt. Vor allem die Papageien und die Affen.

Woher man das wisse? Die Tiere seien zuletzt sehr neugierig. Wie etwa auch die Fischotter im Innsbrucker Alpenzoo.

Ab dem 15. Mai sperren die heimischen Tiergärten und Streichelzoos nach knapp zweimonatiger Sperre wieder auf. Doch ganz wie früher wird der Besuch wohl nicht. Dafür sorgen die strengen Auflagen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Eines vorweg: Maskenpflicht für die Besucher wird es nicht geben. Allerdings sollte ein Zoobesuch künftig vorab geplant sein, denn lange Schlangen beim Eingang gilt es zu vermeiden.

Online-Tickets zur Besuchersteuerung

Viele Tiergärten setzen nun auf Online-Ticketverkäufe, um einen Überblick über die Besuchszahlen zu behalten. In Schönbrunn etwa wird überlegt, den Eintritt zu bestimmten Uhrzeiten zu gewähren. Jahreskartenbesitzer müssen für ihren Besuch ebenfalls zuerst online reservieren. Das – sowie der Ticketverkauf – ist ab 11. Mai möglich. Auch im nö. Bärenwald Arbesbach plant man, Besucher an Wochenenden nur nach Voranmeldung einzulassen.

Im Tierpark Haag sollen die Tickets wiederum am Handy gelöst werden können. Wer den Innsbrucker Alpenzoo besichtigen möchte, soll sich künftig auf der Homepage über die aktuelle Zahl der Besucher und die Kapazität informieren.

Viele Mitarbeiter tragen Schutzmasken

Ganz auf die Kassen können die Zoos natürlich nicht verzichten. Die Bereiche vor den Schaltern werden allerdings etwa in Schönbrunn oder dem Innsbrucker Alpenzoo umgestaltet. Die Mitarbeiter werden zudem mit Mund-Nasenschutz oder Visieren ausgestattet, erklärt der dortige Direktor André Stadler.

Mehr Mitarbeiter und Hygiene

Im Wiener Tiergarten werden Mitarbeiter auch am Eingang und bei neuralgischen Punkten im Zooareal auf die Einhaltung des Abstands achten. In Wien, aber auch im oberösterreichischen Zoo Schmiding, sollen Bodenmarkierungen vor Einlässen und Kassen die Besucher sensibilisieren. Im Tierpark in OÖ werden auch zusätzliche Eingänge geöffnet, damit sich die Besucher besser verteilen.

In den Anlagen sollen Desinfektionsmöglichkeiten bereitstehen, in Schönbrunn werden Geländer und Türklinken mehrmals täglich desinfiziert.

Rundgänge und Einbahnsysteme

Auf das Bummeln nach Lust und Laune müssen Zoofans allerdings verzichten. Die Tiergärten setzen künftig auf Rundgänge, um Gedränge auf den Gehwegen zu vermeiden. Während der Alpenzoo und der Zoo Schmiding in Oberösterreich die Wege

per Einbahnsystem vorgeben, setzt man in Schönbrunn oder in Arbesbach auf Empfehlungen. Im Wiener Zoo werden extra Rundgänge ausgeschildert.

Beliebte Fütterungen fallen aus

Worauf Tierfreunde noch verzichten müssen, sind die beliebten Fütterungen zu bestimmten Uhrzeiten. Es sei denn, man legt selbst Hand an – wie im Tierpark Haag. Der Haager Bürgermeister Michlmayr betont ausdrücklich, dass das Füttern erlaubt ist. Bei 750 Tieren verteilt auf 33 Hektar sei auch das Abstand halten kein Problem.

Führungen finden derzeit nicht statt.

Innenanlagen bleiben vorerst geschlossen

Während die Zoos viele Auflagen bereits umgesetzt haben, stehen in manchen Bereichen noch gesetzliche Vorgaben aus, wie etwa der Salzburger Zoo bemängelt. Unklar ist etwa, wie es mit den überdachten Gehegen weitergeht. So steht in Schönbrunn noch nicht fest, wann und ob das Regenwald- oder das Affenhaus aufsperren dürfen. In Salzburg peilt man für die Häuser den 29. Mai an, im Alpenzoo bleibt das überdachte Aquarium zu.

Dass die Zoos gleich nach dem Öffnen wegen des großen Besucheransturms wieder gesperrt werden müssen, glauben die Verantwortlichen übrigens nicht.

In Schönbrunn und im Zoo Salzburg fallen aufgrund der Corona-Krise die Touristen als Besucher weg. In Wien machen diese immerhin 40 Prozent der Gäste aus. „Dass wir an die Kapazitätsgrenze kommen, ist unwahrscheinlich“, heißt es. Einem Ausflug steht – bei entsprechender Planung – also fast nichts im Wege.

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