Chronik | Österreich
04.01.2019

Lawinengefahr: Steirische Behörden fordern Bundesheer an

Wenn das Wetter es zulässt, wird man Erkundungsflüge und Lawinenabsprengungen aus der Luft durchführen.

In der Steiermark haben die Behörden angesichts der Schnee- und Lawinensituation Unterstützung des Bundesheeres angefordert, wie das Militärkommando Steiermark am Freitag auf APA-Anfrage mitteilte. Wenn das Wetter es zulasse, werde man im Raum Ennstal mit den Hubschraubern aus Aigen im Ennstal Erkundungsflüge und Lawinenabsprengungen aus der Luft durchführen, wie es aus dem Einsatzstab hieß.

"Der Lawineneinsatzzug des Jägerbataillons 18 in St. Michael wurde in Bereitschaft versetzt. Zusätzlich wurden von der Behörde Flüge der Alouette III aus Aigen im Ennstal angefordert", wie Wolfgang Grebien vom Militärkommando Steiermark mitteilte. Der Lawineneinsatzzug besteht aus Kaderpersonal, das zivile Behörden im Falle von Unglücken unterstützt und bei Anforderung sofort abrücken kann.

Erkundungsflüge

Die Hubschrauber sollen in den Bereichen Oppenberg und Planneralm (Bezirk Liezen) Erkundungsflüge durchführen. Im Bereich der durch Lawinen bedrohten Planneralmstraße (L738), die zum gleichnamigen Skigebiet oberhalb des Donnersbachtals führt, soll am Freitag eine Lawinensprengung vom Hubschrauber aus durchgeführt werden, wenn es das Wetter zulasse. Im Bereich Sölktal, wo die Ortschaften Mößna, Fleiss und St. Nikolai nicht erreichbar sind, ließen schlechte Sichtbedingungen die von der örtlichen Lawinenkommission angeforderten Erkundungsflüge vorerst nicht zu.

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