Winterwetter auf Rekordjagd: Sturm blies mit bis zu 134 km/h

In Kärnten und in der Steiermark wurden neue Windspitzen-Rekorde aufgestellt. Die gute Nachricht: Es wird bald wieder milder.
Dackel Herbert im Wind

Zusammenfassung

  • Vergangene Woche wurden in Österreich zahlreiche Windrekorde für März gemessen, mit Spitzenwerten bis 133,6 km/h.
  • Das Wetter bleibt zunächst wechselhaft mit Regen, Schnee und niedrigen Temperaturen, besonders entlang der Alpennordseite.
  • Vor dem Osterwochenende wird es zunehmend frühlingshaft mit steigenden Temperaturen und mehr Sonne, vor allem im Westen und Süden.

Die Rückkehr des Winters in der vergangenen Woche hat nicht nur große Teile Österreichs noch einmal mit Schnee bedacht und die Temperaturen ordentlich sacken lassen. Es war auch sehr windig bis stürmisch. Seit Donnerstag wurden sogar - nicht nur auf den Bergen - einige März-Windstärken-Rekorde geknackt. Die aktuelle Woche soll auf Ostern hin nun aber zunehmend frühlingshaft werden. 

Den Spitzenplatz der maximalen Windstärken nimmt die Kölnbreinsperre auf 1.916 Metern Seehöhe in Kärnten mit 133,6 Stundenkilometern ein, gemessen am vergangenen Donnerstag, teilte Geosphere Austria am Montag auf APA-Anfrage mit. Dahinter rangiert der Schöckl mit 1.443 Metern Seehöhe in der Steiermark, wo mit 131 km/h am Freitag ein neuer März-Rekord aufgestellt wurde. Zuvor lag hier der Spitzenwert bei 127,8 km/h vom 7. März 2009. Ebenfalls gekippt wurde der alte Monats-Rekord von 101,9 km/h (16. März 2014) im ebenfalls steirischen St. Radegund (726 Meter Seehöhe): 106,2 Stundenkilometer wurden dort am vergangenen Freitag registriert. 

Neuer Jahresrekord im Burgenland

Gar „einen neuen Jahresrekord“ gab es laut Auskunft des Klimatologen Alexander Orlik im burgenländischen Wörterberg (404 Meter Seehöhe) mit 93,2 km/h am Freitag. Der vorherige Spitzenwert von 91,8 Stundenkilometern war dort am 29. Oktober 2017 ermittelt worden. Sehr windig, wenn auch nicht rekordträchtig, war es weiters beispielsweise bei der Rax-Seilbahn in Niederösterreich, wo die Windspitze am Samstag 115,6 km/h betrug, was für den dritten Platz unter den Werten der vergangenen Woche reicht. 

Bereits am Donnerstag fegte der Wind über das südburgenländische Rechnitz mit bis zu 113 km/h, und auch an der Messstelle Dachstein Hunerkogel in Oberösterreich und im steirischen Fischbach wurden Werte über 100 Stundenkilometer erreicht, nämlich 109,1 km/h (25. März) bzw. 106,6 km/h (27. März). Auf der Wiener Jubiläumswarte waren es hingegen „nur“ 86,8 Stundenkilometer, die am Donnerstag gemessen wurden. 

Am Dienstag sorgt schon wieder ein Störungseinfluss allgemein für dichte Wolken. Entlang der Alpennordseite zwischen dem Bregenzerwald und dem Mostviertel wird es laut Geosphere verbreitet und anhaltend regnen oder schneien. Die Schneefallgrenze liegt zwischen tiefen Lagen und bis 600 Metern Seehöhe im Osten des Landes. Weitgehend trocken und öfters auch sonnig bleibt es südlich des Alpenhauptkammes von Osttirol ostwärts. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, bei minus drei bis plus fünf Grad in der Früh und vier bis elf Grad tagsüber. 

Temperaturen steigen wieder

Der April beginnt recht standesgemäß: Im Osten und am Alpenostrand wird es am Mittwoch sonnig mit ein paar dichteren Wolken um Mittag. Weiter im Westen und Süden gibt es zunächst dichte Wolken, vor allem im Nordstau der Alpen regnet und schneit es bei einer Schneefallgrenze zwischen 400 und 700 Metern Seehöhe zeitweise. Im Tagesverlauf nimmt die Niederschlagswahrscheinlichkeit ab und die Wolken lockern bis zum Abend auf. Die Frühtemperaturen liegen bei minus vier bis plus fünf Grad, die Tageshöchsttemperaturen bei vier bis 13 Grad. 

Der Gründonnerstag sollte in der Westhälfte des Landes recht sonnig verlaufen. In der Osthälfte ziehen einige dichte Wolkenfelder über den Himmel. Die Frühtemperaturen werden bei minus vier bis plus vier Grad liegen, die Höchsttemperaturen bei acht bis 13 Grad.

Am Karfreitag zeigt sich die Sonne im Norden und Osten kurz zwischendurch, im Bergland sind am Nachmittag lokale Schauer möglich. Die Schneefallgrenze steigt auf 700 bis 1.200 Meter. Längere sonnige Abschnitte gibt es im Westen und Süden. In der Früh werden minus vier bis plus fünf Grad erwartet, tagsüber neun bis 15 Grad. 

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