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Chronik Österreich
01/17/2019

Wetter: Kein Schneefall und merklich kälter am Wochenende

In den nächsten Tagen erwarten und stellenweise zweistellige Minusgrade in der Nacht.

Die Entspannung nach den massiven Schneefällen in der ersten Jänner-Hälfte setzt sich auch beim Wochenendwetter fort. Ab Freitagnachmittag ist es oft sonnig und trocken. Im Norden und Osten halten sich am Samstag und Sonntag mehr Wolken, insgesamt wird es merklich kälter, prognostizierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Die aktuelle Kaltfront zieht am Freitag rasch ab. An der Alpennordseite und im Südosten halten sich anfangs aber noch Restwolken und vor allem im Südosten muss noch zeitweise mit etwas Regen oder Schneefall gerechnet werden, wobei die Schneefallgrenze langsam in die Niederungen absinkt. Tagsüber ist es meist aufgelockert bewölkt, es ziehen vor allem vormittags noch recht verbreitet Schneeschauer durch, nachmittags ist es oft schon sehr sonnig, lediglich in der Osthälfte noch leicht unbeständig. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West, nur ganz im Westen sowie im Süden und Südosten bleibt es eher schwach windig. Die Frühtemperaturen liegen bei minus sechs bis plus drei Grad, die Tageshöchstwerte bei minus ein bis plus fünf Grad.

Am Samstag ist im ganzen Land mit überwiegend trockenem Wetter zu rechnen, es machen sich aber vor allem im Norden und Osten Wolkenfelder bemerkbar und im Süden ist zum Teil mit Hochnebel zu rechnen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus überwiegend Ost bis Süd. Minus zwölf bis minus vier Grad hat es zu Tagesbeginn, in höhergelegenen Tälern auch weniger. Später werden minus vier bis plus zwei Grad erreicht.

Am Sonntag können sich im Norden und Osten tief liegende Wolken teils zäh halten. Auch im oberösterreichischen Zentralraum, im Innviertel und im Rheintal bleibt es länger trüb. Ansonsten dürfte recht freundliches Wetter überwiegen mit nur wenigen Wolken und oft längerem Sonnenschein. Der Wind kommt überwiegend schwach, teilweise auch mäßig aus südöstlichen Richtungen. Nach minus 13 bis minus zwei Grad in der Früh, werden im Tagesverlauf minus vier bis plus drei Grad prognostiziert.


Die kommende Woche beginnt mit ein paar Nebel- oder Hochnebelfeldern, länger halten sie sich vor allem am Alpennordrand vom Salzburger Land ab ostwärts und im Südosten. Nennenswerter Niederschlag fällt daraus aber kaum. Außerhalb der Nebelzonen ist es überwiegend sonnig mit nur wenigen dünnen Wolken. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Die Frühtemperaturen betragen am Montag meist minus zehn bis minus drei Grad, die Tageshöchstwerte minus vier bis plus drei Grad.

Am Dienstag lenkt von Südosten her ein Tief einige dichte Wolken und Niederschläge heran, die meist in Form von Schnee fallen. In tiefen Lagen kann aber Regen mit dabei sein und stellenweise Probleme durch Glatteis verursachen. Nach Norden und Westen zu überwiegt weiterhin freundliches Wetter mit teils längerem Sonnenschein. Der Wind kann regional etwas auffrischen. Die ZAMG erwartet Tiefstwerte von minus zehn bis minus zwei Grad und Höchsttemperaturen zwischen minus drei und plus drei Grad.

Lawinengefahr gesunken

Durch sinkende Temperaturen ist die Lawinengefahr am Donnerstag im Alpenraum auf Stufe 3 - "erheblich" - gesunken, die günstige Wetterlage hat die Setzung der Schneedecke begünstigt. Die meisten Straßensperren konnten ebenfalls aufgehoben werden, und in Salzburg wurde die Evakuierung von 30 Nonnen und einem Priester gestartet, die seit zehn Tagen auf der Kinderalm im Pongau eingeschlossen sind.

Die Entspannung setzt sich auch beim Wochenendwetter fort und es wird insgesamt weiterhin merklich kälter, prognostizierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Donnerstag. Die Lawinengefahr ging auch in Vorarlberg weiter zurück. Erstmals seit Tagen bestand landesweit nur noch erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3, nachdem zuvor Stufe 4 (große Gefahr) oder sogar Stufe 5 (sehr große Gefahr) geherrscht hatte. Dennoch wurden die Wintersportler zu äußerster Zurückhaltung gemahnt. Unerfahrenen wurde empfohlen, auf den geöffneten Routen zu bleiben.

ÖBB geben gesperrte Strecken frei

Die ÖBB haben eine Öffnung eines Großteils der derzeit in Westösterreich noch gesperrten Bahnstrecken für das Wochenende angekündigt. So wird die Arlbergstrecke ab Freitag um 18.00 Uhr, die Karwendelstrecke ab Samstag mit dem Frühverkehr und die Verbindung von St. Johann in Tirol nach Saalfelden mit Sonntagfrüh wieder geöffnet sein. Die Außerfernstrecke bleibt gesperrt.

Den Weg zu der teilweisen Aufhebung der aufgrund der Schneemengen und Lawinengefahr verhängten Streckensperren skizzierte Christian Wieser, als Regionalleiter zuständig für die Bereiche Streckenmanagement und Anlagenentwicklung der ÖBB-Infrastruktur, als überaus arbeitsintensiv. "300 Mitarbeiter und an Spitzentagen noch mehr waren rund um die Uhr im Einsatz", erklärte er im Gespräch mit der APA. 85 Prozent davon seien eigene Mitarbeiter gewesen, 15 Prozent wurden "zugekauft", so Wieser. Unterstützung erhielten diese unter anderem von zwei Schneeschleudern, zwölf Radladern, fünf Baufahrzeugen mit Schneebürste, drei Oberbauwägen und sechs Schienenschneepflügen.

Doch selbst dieses große Mitarbeiter- und Maschinenaufgebot war bisher machtlos gegen die Situation auf der Außerfernstrecke. Als Grund dafür nannte Wieser die dort noch immer aufrechte Lawinengefahr. "Erst gestern konnten wir Beobachtungsflüge durchführen, bei denen Streckenbeschädigungen an den Oberleitungen sichtbar wurden", führte er aus.

Weitere "Überraschungen" an Gleisen oder bei Signalen könnten derzeit nicht ausgeschlossen werden, so Wieser. "Wie groß der Aufwand dann ist, wird man dann erst vor Ort sehen", berichtete er. Derzeit könne man dort jedenfalls weder arbeiten noch schneeräumen. "Bis zur Aufhebung der Sperre werden sicherlich noch mehr als 14 Tage vorgehen", wagte er dennoch eine Prognose. Zuversichtlich zeigte er sich dabei aber hinsichtlich der angekündigten Kälteperiode, welche die Lawinengefahr deutlich verringere.

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