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Chronik Österreich
08/04/2022

Weniger Pkw auf heimischen Autobahnen als vor der Pandemie

Hoher Spritpreis und Homeoffice wirken dämpfend auf den Verkehr. Dafür nahm der Lkw-Verkehr zu.

Der Pkw-Verkehr auf den heimischen Autobahnen und Schnellstraßen hat heuer - nach zwei von der Coronapandemie geprägten Jahren - zwar zugenommen. Im Vergleich zum Vor-Corona-Halbjahr 2019 herrschte in den ersten sechs Monaten aber deutlich weniger Pkw-Verkehr, so der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Donnerstag auf Basis einer eigenen Analyse. Bei fast jeder zweiten Zählstelle beträgt der Rückgang demnach mehr als zehn Prozent.

Hoher Spritpreis und Pandemie

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 waren etwa bei der Zählstelle A23 Höhe Donauinsel um 1,7 Mio. Pkw mehr unterwegs, gegenüber dem Vor-Corona-Halbjahr 2019 aber um 3,1 Mio. Autos weniger. "Der hohe Spritpreis wirkt dämpfend, auch Homeoffice wird heute stärker genutzt als vor der Pandemie. Im Ballungsraum Wien wirkt auch die seit März geltende flächendeckende Parkraumbewirtschaftung", so VCÖ-Experte Michael Schwendinger zu den Gründen für diese Entwicklung.

Mehr Lkw-Verkehr

Ein anderes Bild zeigte sich beim Lkw-Verkehr: Hier nahm die Belastung trotz Coronakrise weiter zu. Auf drei Viertel der Zählstellen wurden heuer bisher mehr Lkw als noch vor der Coronapandemie verzeichnet. Einfluss auf den LKW-Transport habe auch das Konsumverhalten: "Langlebige Produkte statt Wegwerfware sowie regionale und saisonale Produkte tragen dazu bei, viele Transportkilometer zu vermeiden", so der VCÖ. Trotz zunehmenden Lkw-Verkehrs seien auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen aber insgesamt über sechsmal mehr Pkw als Lkw unterwegs.

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