Chronik | Österreich
19.06.2018

Wanda, wildgewordene Akkubohrer und die WM: So wird das Donauinselfest 2018

Von 22 bis 24. Juni findet das 35. Donauinselfest statt. Welche Acts und Attraktionen es diesmal gibt

Im Minutentakt rollen Lkw heran, Bühnenbauer heben Stangen um Stangen auf das Gerüst, das einmal die Hauptbühne sein wird, und Mitarbeiter des Organisationsteams brausen in E-Golfkarts über die Insel: Die Vorbereitungsarbeiten für das 35. Donauinselfest sind in den finalen Zügen. In zwei Tagen werden wieder Abertausende Besucherinnen und Besucher das Wiener Eiland bevölkern.

Zusammen laufen die Fäden bei Thomas Waldner. Der 33-jährige Kärntner organisiert Europas größtes Open-Air-Festival bei freiem Eintritt heuer zum fünfen Mal. Ein bisschen Aufregung kommt trotz der Routine doch noch auf. Bei einem Event, das sich mit elf Bühnen und 18 Themeninseln über 4,5 Kilometer erstreckt, ist das aber auch verständlich. Auch weil im letzten Moment gerne unvorhersehbare Herausforderungen auftreten. Laut aktueller Wetterprognose soll es zwar auch morgen, Donnerstag, zunächst heiß sein, gegen Abend sind allerdings starke Unwetter prognostiziert. Gegenstände, die sich lösen oder davonfliegen könnten, wie etwa Transparente, werden erst Freitagvormittag montiert.

Am Wochenende soll es mit 20 bis 22 Grad dann aber „ideales Festivalwetter“ geben, meint Waldner.

Acts und Attraktionen

Neben den obligatorischen 600 Stunden Musik – wofür Stars wie Wanda, Nathan Trent, Virginia Ernst oder Portugal. The Man gewonnen werden konnten  – gibt es einige Neuheiten beim Rahmenprogramm. Zum Beispiel den 15 Meter hohen „Flower Tower“ gegenüber der Hauptbühne, auf dem man – gegen Voranmeldung – das Konzert in luftiger Höhe mitverfolgen kann.

Am Fuße des Turms wird das „Obi Rrrrodeo“ stehen. Platz nimmt man dort nicht auf einem Bullen, sondern auf einem Akkuschrauber. Wer die Feiernden von oben sehen möchte und Adrenalinkicks sucht, sei zum „Stage Flying“ geraten. Von 14 Uhr bis Mitternacht kann man auf einer 160 Meter langen Seilrutsche über die Festwiese sausen. Alternative Möglichkeit für Wagemutige: ein Sprung auf ein riesiges, aufblasbares Kissen aus dreieinhalb, fünf oder sogar zehn Metern Höhe bei mittlerweile zwei „Bag Jump“-Stationen. Auf der Sportinsel kann man sich wiederum in Zumba, Reggaeton, Breakletics oder Taekwondo versuchen . Und in der Mach-Bar können sich Bastler verwirklichen.

Diejenigen, die nicht nur den Musikern zuhören, sonst auch selbst singen möchten, können sich heuer beim ersten „Slam Karaoke“ ausprobieren. Die besten werden im Fernsehen auf W24 ausgestrahlt.

Fußballfans können die WM übrigens nicht als Ausrede verwenden, das Festival nicht zu besuchen. Auch auf der Insel wird ein Public-Viewing-Bereich eingerichtet. Dort werden die Gruppenspiele übertragen.