Waffenverbot: Daten von psychisch Kranken sind tabu

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Behörden dürfen sensible Gesundheitsinformationen nicht teilen. Gerald Loacker (NEOS) drängt auf neue Regelung.

Fast 90.000 Österreicher haben ein aufrechtes Waffenverbot, die Zahl steigt stetig an. Der KURIER berichtete ausführlich. Doch die Zahl könnte noch deutlich höher sein, denn: Psychische Erkrankungen gelten als besonders heikle Daten und werden den Waffenbehörden erst gar nicht mitgeteilt.

Waffenverbote haben viele Ursachen. Im Gesetzestext wird die Grundlage mit der Formulierung „gefährden könnte“ durchaus schwammig umschrieben.

Oft gehen einem derartigen Verbot entsprechende Delikte voraus. Etwa Körperverletzung, gefährliche Drohung oder Raub. Üblich ist es mittlerweile auch, dass bei Betretungsverboten automatisch ein Waffenverbot ausgesprochen wird. Das wird, etwa bei Polizisten, auch dem Dienstgeber mitgeteilt. Bei Jägern führt es zum Entzug der Jagdkarte.

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