E-Scooter: Bald Helmpflicht bis 18 Jahre?
Rasant und gefährlich: Nur jeder Zehnte trägt auf dem E-Scooter einen Helm.
Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) denkt bei den seit Mai geltenden strengeren Regeln für E-Scooter bereits über Verschärfungen nach. Ein Beispiel dafür wäre, die Helmpflicht bei E-Scootern von 16 Jahren bis zur Volljährigkeit auszudehnen, bestätigte ein Sprecher von Hanke gegenüber der APA Aussagen des Ressortchefs aus einem Interview in der Kronen Zeitung (Sonntagausgabe). Leider gebe es nach wie vor viele und teilweise schwere Unfälle mit diesen Gefährten.
Hanke wolle im Frühjahr 2027, wenn die Regeln ein Jahr in Kraft sind, Bilanz ziehen und – sofern sich die Unfall- und Verletzungsstatistiken nicht gebessert haben – über Verschärfungen diskutieren, erläuterte der Sprecher. „Junge Menschen gehören geschützt. Deshalb ist es mir ein Anliegen, wiederholt darauf hinzuweisen: Es gibt die Helmpflicht bis zum 16. Lebensjahr, neue Vorgaben zur Ausstattung der E-Scooter und auch die Herabsetzung der Promillegrenze auf 0,5“, betonte der Verkehrsminister.
Nachsatz: „Wir wissen alle, dass es E-Scooter gibt, die jenseits der gesetzlichen Vorgaben unterwegs sind. Das muss massiv eingeschränkt werden“, erklärte Hanke. Er werde gemeinsam mit Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) dafür Sorge tragen, dass dieses „Rowdytum“ eingedämmt wird.
Zudem verteidigte Hanke neuerlich Straßenbauprojekte – auch für den Klimaschutz: „Wenn wir sehen, dass wir auf der Südosttangente täglich im Schnitt über fünf Stunden Stau haben, wissen wir auch, was das für zusätzliche CO2-Emissionen bedeutet – das kann doch nicht unser Wunsch sein.“
Prompt gab es dafür Kritik der Wiener Grünen: Dies sei ungefähr so logisch wie „mehr Zucker gegen Karies“, denn mehr Straßen würden zu mehr Autoverkehr führen.
Kommentare