Polizisten fassten den notorischen Kennzeichendieb bereits fünf Mal

© APA/BARBARA GINDL

Klagenfurt
10/14/2016

Täglich mit gestohlenen Kennzeichen ertappt

Verdächtiger Autolenker hält die Polizei in Klagenfurt in Atem. Bursch nennt Geldnot als Motiv.

von Thomas Martinz

Eine hohe Erfolgsquote kann die Klagenfurter Polizei derzeit bei Diebstählen von Kfz-Kennzeichen vorweisen: Allerdings handelt es sich stets um denselben Verdächtigen, der fast täglich Nummerntafeln entwenden und damit – ohne einen Führerschein zu besitzen – Spritztouren durch Klagenfurt unternehmen soll. Als Motiv gibt der 18-Jährige laut Polizei an, er habe zwar ein Auto, aber kein Geld, um es ordnungsgemäß anzumelden.

Letzteres wird der beschäftigungslose Klagenfurter allerdings benötigen, um die Anzeigen zu bezahlen, die auf ihn einprasseln: Am 6. Oktober, am 7. Oktober, am Sonntag, Mittwoch und Donnerstag wurde er in der Stadt aufgehalten. Stets in den Abend- oder Nachtstunden, stets ohne Führerschein, aber dafür mit gestohlenen Kennzeichen, die er an seinem Fahrzeug angebracht haben soll.

Den Vogel schoss er beim ersten Mal ab: Da wurde ein Polizist auf den 18-Jährigen aufmerksam, weil dieser mit zwei unterschiedlichen Nummerntafeln durch Klagenfurt gebraust sein soll. Im Laufe der Amtshandlung stellte sich heraus, dass beide gestohlen waren. "Inzwischen ist den Beamten das Fahrzeug bereits bekannt, daher erwischen wir den Betroffenen nahezu täglich", sagt Johann Zwetti von der Klagenfurter Verkehrspolizei. In einigen Fällen konnte man dem Verdächtigen weiters nachweisen, dass er nicht nur die Kennzeichen entwendet, sondern aus den geparkten Autos auch den Tankinhalt abgezapft haben soll. Als Motiv gibt der Mann an, dass er kein Geld hätte. "Und wenn wir ihn fragen, warum er herumfährt, sagt er, er sei auf Arbeitssuche."

"Hände gebunden"

Der 18-Jährige wurde wiederholt wegen Urkundenunterdrückung, Diebstahls und Lenken eines Kfz ohne Lenkerberechtigung auf freiem Fuß angezeigt. "Es handelt sich stets um Einzeltaten, für weitergehende Maßnahmen ist der Strafrahmen zu gering. Zurzeit sind uns die Hänge gebunden, wir dürfen ihm auch nicht das Auto entziehen. Das müsste vom Gericht angeordnet werden", sagt Zwetti.

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