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Chronik Österreich
09/12/2021

Stylish übernachten: Kein Kummer ist das neue Motto im Hotel

Das Paris der 1920er-Jahre ist mit dem neuen Hotel Motto von Bernd Schlacher auf die Mariahilfer Straße gezogen.

von Nina Oezelt

Wien darf nicht Paris werden. Oder doch? Wenn es nach Bernd Schlacher geht auf jeden Fall. Sein Hotel soll nämlich das Paris der 20er Jahre zum Leben erwecken.

„Das waren die Jahre des Aufbruchs, der Freude. Die Menschen wollten wieder tanzen und leben“, sagt Bernd Schlacher bei einer exklusiven Führung durch das noch nicht geöffnete Haus.

So sehr die Fassade des ehemaligen Hotel Kummers unverändert blieb (bis auf die grünen Markisen und den Dachausbau), so sehr wurde, das Innere des Hauses ausgetauscht: Goldene Luster, mit Samt bezogene bunte Möbel, kunstvolle Spiegel erwarten den Gast schon beim ersten Eintreten.

Auf den Wänden am Eingang sind tanzende Concierges in rosa Kostümen von einem römischen Künstler gezeichnet worden. Es hat etwas von französischem Theater.

Der letzte Schliff

Der Lift zeichnet sich durch einen alten Etagenanzeiger aus: ein Pfeil, der von 0 bis nach 8 wandert.Viel verlockender ist aber das Stiegenhaus. „Wow“ entlockt es der illustren Runde, die nach oben sieht und das Hotel vorab besuchen darf.

91 Zimmer mit vier Kategorien:

Petit (15 Quadratmeter), Chic (22 Quadratmeter), De luxe (26Quadratmeter) oder Suite Junior (38 Quadratmeter)

Frühbucherbonus: 99 Euro für die Zimmerkategorie Petit
Ab 2. Oktober geöffnet

Chez Bernard
Das Restaurant und die Bar im 7. Stock bietet französische Küche. Hauptspeisen ab 20 Euro, Espresso kostet 3 Euro.
Soft-Opening: 16. Sept.

Es gibt nur eine limitierte Anzahl an Sitzplätzen
Reservierung via restaurant@chezbernard.at.

+43 1 581 46 00

„Bis vor Kurzem wurde hier der hölzerne Handlauf eingeölt, der letzte Schliff also“, sagt die neue Hotelmanagerin Fanny Holzer-Luschnig. Sie war Direktorin im 25hours Hotel, betreute jahrelang Stars im Hotel Triest – von Whitney Houston, Robbie Williams bis zu David Bowie.

Oft schickte sie Stars zu einem der Insider-Lokale von Bernd Schlacher (etwa das Motto im 5. Bezirk, oder das Motto am Fluss). Der Prozess das Hotel zu entwickeln, dauerte vier bis fünf Jahre. „Die Arbeit beginnt erst jetzt. Das Aufsperren und Einspielen mit einem Team von bis zu 80 Personen, das dauert noch ein bis zwei Jahre“, sagt Schlacher.

Das Boutiquehotel hat 91 Zimmer, einen feinen Spa-Bereich mit Dampfbad und Sauna, einen kleinen Fitnessraum, eine Restaurant-Bar, namens Chez Bernard, eine Bel-Etage und eine noch nicht begehbare Dachterrasse (Eröffnung April 2022).

Die Zimmer sowie die Muster der Teppiche, der stoffbezogenen Wände, Fliesen und Möbel sind von Architekt Arkan Zeytinoglu designt. Die mit Fransen besetzten Lampen sind aus Osttirol. Manche Möbelstücke sind Originale aus dem Pariser Ritz Carlton. Die Fernseher verstecken sich hinter Spiegeln.

Hotel Kummer wurde zu Hotel Motto

Die Fassade blieb fast gleich. Die Innenausstattung änderte sich komplett. 

Mariahilferstraße

Das Boutique Hotel bietet einen Blick auf die beliebte Mariahilfer Straße. Im Untergeschoss befindet sich eine eigene Bäckerei. 

Lift und Eingang

Am Eingang sind Zeichnungen eines römischen Künstlers zu sehen. Auch an anderen Stellen des Hotels, findet man seine Wandkreationen.

Verspiegelte Fernseher

Hinter einem Spiegel verbirgt sich der Fernseher. Dort gibt es Netflix zur Auswahl.

91 Zimmer

Die Messingtürgriffe und viele Möbelstücke kommen nicht von der Stange, sondern sind Unikate, die der Architekt Zeytinoglu designte und für das Hotel anfertigen ließ.  

Lampen

Die Lampen wurden in Osttirol angefertigt.

Im 7. Stock

Chez Bernarnd bietet französische Küche. In der Küche steht Markus Winkler, der früher im Steirereck kochte. 

DJs und Künstler

„Ich will, dass sich junge Leute, DJs und Künstler das leisten können“, sagt Schlacher. Auch 70-Jährige, Junggebliebene sollen kommen. „Ich bin selbst 56 Jahre alt und gehe manchmal in den Techno-Club“, sagt er.

Keine Sakko-Pflicht gibt es für den Besuch des Herzstücks des Hotels – das Restaurant. „Man darf hier auch in Jeans und kurzen Hosen kommen“, sagt Schlacher, der einst als Kellner im Restaurant Wiener angefangen hat. „Wir sind eben ein cooles, lässiges Hotel“, sagt er.

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