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Chronik Österreich
07/31/2019

Steirischer Hausverwalter prellte Kunden um mehr als 74.000 Euro

Der Weststeirer soll Zahlungen von Wohnungsmietern und Liegenschaftseigentümern in seine Tasche gewirtschaftet haben.

Ein 33-jähriger Angestellter einer Hausverwaltungsfirma steht im Verdacht, seit Mai 2016 Rechnungen an Kunden gefälscht und mehr als 74.000 Euro kassiert zu haben. Die Firma hatte Mitte Juli 2019 Anzeige gegen den Mitarbeiter erstattet, nachdem einer Urlaubsvertretung Unstimmigkeiten bei den Finanzen aufgefallen waren. Der Mann gestand bei der Einvernahme, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Der Weststeirer soll Zahlungen von diversen Wohnungsmietern und Liegenschaftseigentümern in seine Tasche gewirtschaftet haben. Dabei täuschte er die Kunden, indem er Rechnungen manipulierte und die Kontonummer der Firma gegen seine eigene ersetzte. Zum Teil kassierte er auch Mieten und Kautionen in bar oder nahm Kautions-Sparbücher entgegen, ohne sie an die Firma weiterzugeben. Dabei entstand der Firma in zumindest 20 Fällen ein Schaden.

Nach der Anzeige führten Grazer Polizisten am Dienstag Hausdurchsuchungen an zwei Wohnadressen des 33-Jährigen durch und stellten u.a. Schriftstücke sicher. Der Weststeirer gab an, aus finanzieller Not gehandelt zu haben: Eine Scheidung sowie eine missglückte Firmenbeteiligung hätten ihn in diese Situation gebracht. Er wird angezeigt.