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Chronik Österreich
04/09/2021

Starker Rückgang bei Fahrrad-Diebstählen im Coronajahr 2020

Fallzahlen schon einige Jahre rückläufig, im Vorjahr "erstmals im 21. Jahrhundert" unter 20.000er-Grenze.

Das Coronajahr 2020 hat dem Radfahren einen Boom beschert, die Zahl der Fahrraddiebstähle ist aber stark zurückgegangen. 18.080 Fahrräder wurden entwendet, um rund 2.700 weniger als im Jahr davor, berichtete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) unter Berufung auf Zahlen des Innenministeriums.

"Erstmals im 21. Jahrhundert" sei damit die Zahl der Fahrraddiebstähle in Österreich auf unter 20.000 gefallen. Zwei Drittel der Taten wurden in den Landeshauptstädten verübt.

Nur in Vorarlberg wurde mehr gestohlen

Aber auch schon vor der Pandemie war die Zahl der Fahrraddiebstähle rückläufig: Im Vorjahr wechselten zum sechsten Mal in Folge weniger Räder unerlaubt den Besitzer. Im Vergleich zum Jahr 2015 ging die Zahl um rund 10.000 zurück. Mit Ausnahme von Vorarlberg wurden in allen Bundesländern weniger Räder gestohlen als 2019. Den stärksten prozentuellen Rückgang verzeichnete laut VCÖ Kärnten mit minus 32,9 Prozent vor Tirol mit minus 28,9 Prozent.

In Wien ist die absolute Zahl der Raddiebstähle wenig überraschend mit 6.838 am höchsten, gefolgt von der Stadt Salzburg mit 1.244 und Linz mit 1.143. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl gab es aber in der Stadt Salzburg die meisten Fälle, nämlich 80 pro 10.000 Einwohner, in Linz waren es pro 10.000 Einwohner 55, in Innsbruck 46, in Klagenfurt 39 und in St. Pölten und Wien jeweils 36.

Innerhalb Wiens gibt es große Unterschiede: Mit 651 wurden in der Donaustadt die meisten Fahrräder gestohlen, vor der Leopoldstadt mit 630, die wenigsten in Hietzing mit 105. Auch im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es in Hietzing mit 19 pro 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner die wenigsten Fahrraddiebstähle, vor Döbling und Penzing (jeweils 21 pro 10.000 EW).

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden im Vorjahr am Alsergrund die meisten Fahrräder in Wien gestohlen, nämlich 92, dahinter der 1. Bezirk mit 77 pro 10.000 EW.

Mehr Abstellplätze gebraucht

Ausreichend viele Abstellplätze seien ein wichtiges Mittel der Prävention, etwa in Einkaufsstraßen, vor Geschäften, bei Bahnhöfen "und für die Zeit nach Corona auch bei Freizeiteinrichtungen und Sportanlagen" sowie bei Schulen, sagte VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Den Rückgang der Fallzahlen seit 2015 bringt er auch mit dem gestiegenen Sicherheitsbewusstsein in Verbindung. Demnach werden Räder häufiger als früher abgesperrt.

Die Aufklärungsquote ist 2020 zwar gestiegen, liegt aber mit acht Prozent weiter auf sehr niedrigem Niveau. Immerhin rund 1.450 Fahrraddiebstähle wurden geklärt.

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