Alle feiern, Einsatzkräfte helfen: Viele Brände und Verletzte zu Silvester

Eine Person in Feuerwehrkleidung mit der Aufschrift „Einsatzleiter Feuerwehr“ steht nachts auf einem Feld und blickt auf einen Brand in der Ferne.
Während viele das neue Jahr feierten, kämpften Einsatzkräfte gegen Flammen, Rauch und Chaos. Mehrere Personen, auch Feuerwehrmitglieder, wurden verletzt.

Zusammenfassung

  • Feuerwerkskörper lösten in der Silvesternacht 2025/26 zahlreiche Brände in mehreren Bundesländern aus.
  • In Graz gab es bei einem Brand in einer Bar 13 Verletzte, in Neusiedl am See wurde eine bewusstlose Person gerettet.
  • In Niederösterreich zählten die Feuerwehren mehr als doppelt so viele Einsätze wie im Vorjahr.

Während vielerorts das neue Jahr mit Raketen und Sekt begrüßt wurde, standen Feuerwehr und Rettungsdienste in ganz Österreich im Dauereinsatz. In der Silvesternacht 2025/26 kam es zu zahlreichen Bränden und Verletzten – von der Grazer Innenstadt bis in den Seewinkel.

2.800 pyrotechnische Gegenstände sichergestellt, 15 strafrechtliche sowie 15 verwaltungsrechtliche Festnahmen und mehr als 3.100 Identitätsfeststellungen - so lautete die Bilanz der Bundespolizei nach der Silvesternacht. Wie das Innenministerium am Donnerstag berichtete, war die Lage in Österreich am ersten Morgen des neuen Jahres ruhig. "Vereinzelt kam es zu Zwischenfällen sowie zu Sicherstellungen pyrotechnischer Gegenstände und Anzeigen", hieß es.

  • Im Zuge der Einsätze wurden österreichweit acht Bedienstete verletzt.
  • Laut vorläufigem Stand wurden 14 Anzeigen wegen (fahrlässiger) Körperverletzung durch pyrotechnische Gegenstände erstattet.
  • Weitere 61 Anzeigen betrafen Sachbeschädigungen, die durch den unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik verursacht worden waren.
  • 63 Anzeigen erfolgten wegen Brandstiftung oder fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst durch pyrotechnische Gegenstände.
  • 14 Anzeigen standen im Zusammenhang mit Unfällen durch pyrotechnische Gegenstände.
  • Während der Silvestereinsätze wurden 139 Organmandate und 729 Verwaltungsanzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz sowie den jeweiligen Landesgesetzen ausgestellt, 421 Personen nach diesen Regelungen angezeigt.

Übergriffe und Unfälle

Auch Übergriffe und Unfälle beschäftigten die Polizei: In Niederösterreich kam es in Wiener Neustadt zu einem schweren Raub, bei dem vier Jugendliche unter Vorhalt eines Messers Pyrotechnik erbeuteten. In Salzburg wurden zwei Exekutivbedienstete bei einem Einsatz nach einem Raufhandel leicht verletzt, zudem wurde eine Schreckschusswaffe sichergestellt.

In Graz sorgte ein Brand in einer Bar in der Gleisdorfer Gasse für Aufsehen. Flammen griffen auf einen Teil der Decke über, vermutlich ausgelöst durch Sprühkerzen von Gästen. Der Lokalbesitzer konnte das Feuer mit einem Handfeuerlöscher eindämmen, dennoch wurden 13 Menschen beim Verlassen des Lokals verletzt, eine Person mittelschwer. Die meisten zogen sich Sturzverletzungen zu. Der Vorfall erinnerte an das tödliche Feuer in der Stern-Bar vor zwei Jahren, bei dem eine 21-Jährige ums Leben gekommen war.

14-Jähriger in Wien verlor durch Böller-Explosion eine Hand

Durch die Explosionen von Böllern und Raketen sind in der Silvesternacht in Wien mehrere Personen verletzt worden. Der folgenschwerste Unfall ereignete sich im Bezirk Favoriten: Ein 14-Jähriger verlor dort fünf Minuten vor dem neuen Jahr durch eine Böller-Explosion eine Hand. Sanitäter stoppten noch am Unglücksort die Blutung. Die Berufsrettung versorgte in den vergangenen Stunden zahlreiche Verletzte durch Pyrotechnik, hieß es in einer Aussendung vom Donnerstag.

Zum ersten schweren Unfall kam es gegen 17.45 Uhr im Bereich des Roten Berges in Hietzing. Ein 13-Jähriger kam aufgebracht einem Team der Berufsrettung entgegen und zeigte schwere Verletzungen im Bereich der Hand. Beim Hantieren mit einem Böller dürfte dieser explodiert sein, zwei Finger wurden dadurch teilamputiert.

Tourist mit Gesichtsverletzungen

In der Brigittenau wurde ein Tourist durch einen Knallkörper schwer verletzt. Der 22-Jährige dürfte kurz vor 23.00 Uhr laut eigenen Angaben durch einen solchen getroffen worden sein. Er erlitt schwere Verletzungen an einem Auge, Verbrennungen im Gesicht sowie Schnittverletzungen. Weiters klagte der 22-Jährige über Hörprobleme.

Auf dem Kahlenberg wurde ein 22-Jähriger von einem Böller getroffen. Dabei verschluckte der Mann laut eigenen Angaben einen Teil des davor gezündeten Knallkörpers und klagte danach über Übelkeit und brennende Schmerzen im Hals. Auch er kam in ein Spital.

136 Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz in Wien

Wienweit kam es laut Polizei zu 136 Anzeigen und zwölf Organmandaten nach dem Pyrotechnikgesetz. Insgesamt wurden rund 2.342 pyrotechnische Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von 203 Kilo sichergestellt. Zusätzlich wurden 14 Anzeigen wegen Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit der Zündung pyrotechnischer Gegenstände erstattet.

In der Puchsbaumgasse in Favoriten hielten Beamte zwei Personen wegen Verwendung pyrotechnischer Gegenstände an. Bei einer Frau wurde eine Schreckschusswaffe samt Munition festgestellt. Die 37-Jährige verhielt sich aggressiv, schrie und beschimpfte die Beamten. Sie wurde festgenommen, eine Beamtin von der Tobenden durch einen Tritt gegen das Schienbein leicht verletzt.

Feuerwehrmann wurde leicht verletzt

Die Berufsfeuerwehr verzeichnete ebenfalls ein erhöhtes Einsatzaufkommen. Ein Feuerwehrmann wurde durch einen Feuerwerkskörper leicht verletzt. Insgesamt waren 389 Einsätze zu bewältigen. Darunter fielen zahlreiche Klein- und Flurbrände im Freien, Balkonbrände, brennende Müllbehälter, Zimmerbrände, Alarme automatischer Brandmeldeanlagen und dieses Jahr durch den starken Wind auch Sturmschäden. 

Im 11. Bezirk wurde ein Feuerwehrmann bei Löscharbeiten durch eine Feuerwerksrakete getroffen und dabei leicht verletzt. Im 15. Bezirk im Bereich der Schweglergasse kam es noch in den Abendstunden zu einem Brand einer Abluftleitung in einem Lokal mit Holzkohlegrill. Durch mehrere Atemschutztrupps konnte der Brand gelöscht und mehrere betroffene Wohnungen kontrolliert werden. Verletzt wurde niemand.

Drei Balkonbrände in der Engerthstraße, am Handelskai und in der Laimäckergasse wurden frühzeitig von Passanten bemerkt und alarmiert. Die Feuerwehr konnte die Brände rasch unter Kontrolle bringen und eine Ausbreitung auf die Wohnungen verhindern.

In zahlreichen Fällen sorgten brennende Müllcontainer in Hausdurchgängen, Innenhöfen und Müllräumen für Probleme, konnten aber auch noch vor einer Brandausbreitung abgelöscht werden. Zwei Kellerbrände stellten sich als Entstehungsbrände heraus und waren ebenfalls rasch unter Kontrolle.

Löschangriff mit Wasserwerfer

Ein Brand am Wasser beschäftigte die Feuerwehreinsatzkräfte in der Leopoldstadt. Ein Fischertaubelhütte an der Donauinsel stand im Vollbrand. Unter Atemschutz wurden zwei Rohre vom Ufer aus vorgenommen, vor allem, um einen Flurbrand durch den Funkenflug zu verhindern. Zusätzlich wurde ein Löschangriff mit Wasserwerfer von einem Feuerwehrboot vorgenommen. Im Zeitraum von 22:00 Uhr bis 02:00 Uhr galt erhöhte Einsatzbereitschaft für die Berufsfeuerwehr Wien. Danach ging das Einsatzaufkommen deutlich zurück. 

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Auf der Donauinsel brannte eine Fischertaubelhütte.

Auch in Niederösterreich war die Silvesternacht besonders einsatzintensiv. Laut dem Landesfeuerwehrverband mussten die Einsatzkräfte zwischen 20.00 und 4.00 Uhr zu 130 Einsätzen ausrücken – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. 196 Feuerwehren standen mit 323 Fahrzeugen im Einsatz. Die meisten Alarmierungen betrafen Brände, darunter mehrere Gebäudebrände in Leopoldsdorf im Marchfeld (Bezirk Gänserndorf), Wieselburg (Bezirk Scheibbs) und Ennsdorf (Bezirk Amstetten). Auch brennende Müllcontainer, Hecken- und Flurfeuer sorgten für zahlreiche Ausrückungen. 13 Einsätze standen im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen, im Vorjahr waren es sechs.

Zwei Feuerwehrleute in Schutzkleidung stehen nachts auf einer Wiese und löschen ein kleines Feuer am Boden.

Feuerwehreinsatz in der Silvesternacht in Maria Enzersdorf.

Zu den größeren Einsätzen zählte etwa ein Brand in einer Lagerhalle in Maria Enzersdorf, der sich als Fehlalarm herausstellte, sowie ein Flurbrand in Ebergassing, bei dem eine Thujenhecke durch einen Feuerwerkskörper in Brand geriet. In Wampersdorf stand eine Hecke binnen Sekunden in Flammen, während in Weigelsdorf eine Wiesenfläche und ein Fahrzeug nahezu gleichzeitig brannten. Auch in der Hinterbrühl mussten die Einsatzkräfte ausrücken, nachdem pyrotechnische Gegenstände in zwei Müllbehältern gezündet worden waren.

„Wenn andere das neue Jahr begrüßen, stehen unsere Feuerwehrmitglieder bereit, um im Notfall zu helfen“, sagte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und dankte den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Laut dem Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband standen insgesamt 196 Feuerwehren mit 323 Fahrzeugen im Einsatz. Beim Jahreswechsel 2024/25 waren es 92 Feuerwehren mit 154 Fahrzeugen gewesen. 

Laut Notruf Niederösterreich stieg die Zahl der Rettungseinsätze um fast 13 Prozent auf 318 Alarme zwischen 20.00 und 6.00 Uhr. Acht Menschen zogen sich durch Böller Verletzungen vor allem an den Händen, im Gesicht und im Brustbereich zu. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führten 812 Anrufe - darunter 329 Notrufe, 178 telefonische Gesundheitsberatungen sowie zahlreiche weitere Beratungen und Auskünfte", so Notruf Niederösterreich-Geschäftsführer Josef Schmoll in einer Aussendung.

Die meisten Einsätze der Rettungsteams erfolgten aufgrund akuter Erkrankungen, allerdings sei die Zahl jener Patientinnen und Patienten, die nach Stürzen oder übermäßigem Alkoholkonsum vom Rettungsdienst versorgt werden mussten, erneut gestiegen.

Acht Verletzte durch Böller in Niederösterreich

In Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) etwa wurde eine 15-Jährige durch einen Feuerwerkskörper verletzt. Das Mädchen erlitt Verbrennungen im Bereich der Brust, des Halses und der Haare. Sie wurde in das Landesklinikum Baden gebracht, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich. In Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) zog sich ein 19-Jähriger schwere Verletzungen an der Hand zu, als er einen pyrotechnischen Gegenstand zündete und dieser explodierte. Nach notärztlicher Versorgung wurde er ins Landesklinikum Mistelbach gebracht.

Besonders betroffen war auch das Burgenland. In Neusiedl am See brannte kurz nach Mitternacht am Kalvarienberg eine Fläche von rund einem Hektar. Der Brand wurde auf Alarmstufe B2 erhöht, die Feuerwehren Jois und Weiden am See unterstützten die Löscharbeiten. Eine bewusstlose Person wurde gerettet, ein Feuerwehrmann erlitt eine Rauchgasvergiftung.

Drei Feuerwehrleute stehen nachts vor einem großen brennenden Waldstück mit starker Rauchentwicklung.

Flurbrand in Neusiedl am See.

In Parndorf mussten die Einsatzkräfte gleich zweimal ausrücken, nachdem Feuerwerksbatterien auf einem Acker in Brand geraten waren. In Apetlon war der Einsatz kurz nach Mitternacht beendet, der gemeldete Flurbrand bereits erloschen.

Auch in Jabing wurde kurz vor Mitternacht eine Wiese in Brand gesetzt, vermutlich durch Raketen. In Donnerskirchen hatte eine 80 Quadratmeter große Fläche Feuer gefangen.

Ebenfalls im Bezirk Jennersdorf kam es in einem Lokal zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Ein 46-Jähriger dürfte dabei einen 22-Jährigen verletzt haben. Der Ältere ging dann nach Hause. Als ihn die Polizei festnehmen wollte, verletzte er auch noch einen Polizisten, hieß es in einer Aussendung.

Burgenlandweit wurden insgesamt 13 Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz erstattet und drei Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von 7,6 Kilogramm beschlagnahmt.

Zehn Verletzte durch Böller in Oberösterreich 

Zehn Menschen sind in Oberösterreich in der Silvesternacht von Feuerwerkskörpern verletzt worden. Sie erlitten Verbrennungen an Armen und Beinen sowie Augenverletzungen. In Linz traf eine Rakete eine Person im Gesicht, eine weitere erlitt eine Augenverletzung durch ein sogenanntes "Römerlicht", berichtete das Rote Kreuz in seiner Bilanz. Ein Patient in Oberndorf (Bezirk Vöcklabruck) erlitt schwere Verbrennungen am Unterschenkel.

In Steyr traf ein Böller ins Auge einer Person und in St. Wolfgang verletzte ein herabfallender Feuerwerkskörper jemand im Gesicht. Mehr als 300 Rettungs- und Notfallsanitäterinnen und -sanitäter in 149 Rettungsautos sowie je 18 Notfallsanitäter und Notärzte in 18 Notarzteinsatzfahrzeugen leisteten Erste Hilfe und brachten die Patienten in die umliegenden Krankenhäuser.

In Hargelsberg (Bezirk Linz-Land) verletzte eine Rakete einen 28-Jährigen in seinem Garten. Abgefeuert hatte den Feuerwerkskörper ein 30-Jähriger, der dafür einen entsprechenden Pyrotechnikausweis besitzt, auf einem Feld, berichtete die Polizei. 

Die Rakete war - trotz Sicherung durch Eisenstangen - nach dem Zünden umgefallen, durch den Eisenzaun in den Garten des 28-Jährigen geflogen und unmittelbar vor dessen Beinen detoniert. Der Mann, der mit seiner Familie draußen war, wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Teenager verlor Finger durch Feuerwerkskörper in Tirol

Ein 14-jähriger Ungar hat zu Silvester um 00.15 Uhr in Erl (Bezirk Kufstein) einen Feuerwerkskörper gezündet. Bei der Explosion wurde ihm der kleine Finger der rechten Hand abgerissen. Der Teenager wurde mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht, der genaue Unfallhergang wird noch ermittelt. Ein 38-jähriger Österreicher wurde von einer Rakete schwer im Gesicht verletzt, als er in Längenfeld (Bezirk Imst) um Mitternacht eine Feuerwerksrohrbatterie zündete.

In Steinach am Brenner löste bereits am Mittwoch um 18.40 Uhr eine Feuerwerksrakete einen Brand im Garten eines Mehrfamilienhauses aus, berichtete die Polizei. Um 23.20 Uhr brach im steilen Waldgelände in Hochzirl (Bezirk Innsbruck-Land) ein Brand aus. Die Feuerwehren Zirl und Kematen bekämpften das Feuer.

Donnerstagvormittag standen noch Nachlöscharbeiten mit Unterstützung von Drohnen und Polizeihubschrauber an. Die Brandursache wird noch ermittelt, das Feuer wurde aber offensichtlich durch Pyrotechnik ausgelöst, da Reste von Feuerwerkskörpern im dortigen Bereich gefunden wurden.

Christbaum brannte in Innsbruck

Ein Christbaum brannte um 0.10 Uhr in Innsbruck, vermutlich durch einen Sternspritzer. Zwei 58 und 79 Jahre alte Österreicherinnen zogen sich beim Versuch, den Brand zu löschen schwere Verbrennungen zu. Sie wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Insgesamt verzeichnete die Leitstelle Tirol 516 Einsätze zum Jahreswechsel, von Mittwoch 18.00 Uhr bis Donnerstag 5.00 Uhr, im Vorjahr waren es lediglich 369. 170-mal wurde die Feuerwehr gefordert, elf Einsätze gab es für die Bergrettung, der Rettungsdienst - inklusive Krankentransporte - war 298-mal unterwegs. Zusätzlich war 37-mal eine Gesundheitsberatung gefragt. "Die Silvesternacht war geprägt von Brandeinsätzen, Alkoholintoxikationen, Verletzungen durch Feuerwerkskörper oder Raufhandel sowie einem Sucheinsatz", hieß es.

81 Einsätze für Rotes Kreuz in Salzburg

Im Bundesland Salzburg hat es in der Silvesternacht keine Verletzten im Zusammenhang mit Knallkörpern gegeben, 32 Personen brauchten aber Hilfe wegen übermäßigem Alkoholkonsum, berichtete das Rote Kreuz. Rund 160 Rotkreuzhelferinnen und -helfer rückten insgesamt zu 81 Einsätzen aus. Natürlich kam es auch zu Einsätzen wegen Pyrotechnik-Missbrauchs, wie die Polizei mitteilte.

Die Beamten hielten einige Menschen, vor allem Jugendliche, an, die widerrechtlich Feuerwerkskörper verwendeten oder mit sich führten. Ein 18- und ein 19-jähriger Österreicher gaben um 22.00 Uhr in einem Garten in der Stadt Salzburg mehrere Schüsse in die Luft ab. Gegen den 19-Jährigen bestand bereits ein behördliches Waffenverbot. Kurz nach Mitternacht feuerte ein 20-jähriger Österreicher am rechten Salzachufer mehrere Schüsse mit einer Schreckschusspistole ab. Die Waffen wurden sichergestellt und die Männer angezeigt. Ein 42-jähriger Iraner warf in der Griesgasse mehrere Böller in einen öffentlichen Mistkübel und wurde angehalten. Bei mehreren gemeldeten Bränden von Hecken und Fassaden in der Stadt und den umliegenden Gemeinden wurde niemand verletzt.

Nach einer gefährlichen Drohung wurde in der Stadt Salzburg ein 33-jähriger afghanischer Staatsbürger festgenommen. Zu einem versuchten Raub kam es in einem Nachtlokal. Ein 27-jähriger Afghane bedrohte in den frühen Morgenstunden seinen früheren Arbeitgeber mit einem Messer und forderte eine hohe Geldsumme. Ein Gast versuchte zu schlichten und wurde ebenfalls bedroht.

Jugendlicher bei Feuerwerk im Klagenfurt verletzt

 Ein Jugendlicher ist zu Silvester in Klagenfurt beim Abfeuern von Pyrotechnik verletzt worden. Der Bursche hatte gegen Mitternacht einen Feuerwerkskörper mit rund 100 Schuss angezündet, doch die Box fiel um. Beim Versuch, sie wieder aufzurichten, erlitt der 17-Jährige Verletzungen an einem Auge. Er wurde von der Rettung in das Klinikum Klagenfurt gebracht, hieß es in der Aussendung der Landespolizeidirektion Kärnten.

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