Chronik | Österreich
06.03.2013

Sechs Millionen Fahrräder in Österreich

Die verhältnismäßig meisten Drahtesel findet man in Vorarlberg.

Der meteorologische Frühling hat begonnen, bei Sonnenschein und steigenden Temperaturen nimmt die Zahl der Radfahrer auch wieder zu. Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) besitzen die Österreicher mehr als sechs Millionen Fahrräder - in Vorarlberg verhältnismäßig die meisten und in Wien die wenigsten. Der VCÖ wies darauf hin, dass Fahrräder nach dem Winter unbedingt gewartet werden müssen.

Laut dem Club besitzen Österreicher rund 6,1 Millionen Fahrräder, und damit um 1,6 Millionen mehr Drahtesel als Autos. Vorarlberg ist demnach Spitzenreiter: Pro 1.000 Einwohner gibt es im Ländle 810 Fahrräder, dahinter folgt Salzburg (795 Fahrräder pro 1.000 Einwohner). Schlusslicht ist die Bundeshauptstadt - mit 620 Fahrrädern pro 1.000 Personen. In absoluten Zahlen weist Niederösterreich mit rund 1,2 Millionen die meisten Fahrräder auf, so der VCÖ. Und der Markt boomt - pro Jahr werden hierzulande rund 400.000 bis 450.000 Fahrräder neu gekauft, um ein Drittel mehr als Autos, informierte der Club - ein ähnlicher Trend zeichnete sich bereits bei unseren Nachbarn in Italien ab.

"Die steigenden Spritpreise haben viele zum Umstieg auf das Fahrrad motiviert. Die Kostenersparnis ist groß. Die Bedingungen zum Radfahren sind vielerorts noch zu verbessern, um mehr Menschen das Radfahren, etwa in die Arbeit, zu ermöglichen", so VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Radfahren im Alltag hilft im übrigen auch, den Winterspeck loszuwerden: Wer 80 Kilogramm wiegt verbrennt bei einer halben Stunde Radfahren je nach Anstrengung 240 bis 400 Kilokalorien. Das entspricht den Kalorien von zwei bis drei Semmeln, informierte der VCÖ.