Sechs Jahre nach Home Invasion bei Graz weiterer Täter geschnappt

Sechs Jahre nach Home Invasion bei Graz weiterer Täter geschnappt
29-Jähriger dürfte Haupttäter gewesen sein. Er wurde auf einer deutschen Autobahn festgenommen.

Im Falle einer Home Invasion vor rund sechs Jahren bei Graz, bei der eine damals 89-Jährige und ihre Pflegerin (60) überfallen wurden, haben Zielfahnder nun einen weiteren Verdächtigen (29) auf einer deutschen Autobahn geschnappt. Nach dem mutmaßlichen Haupttäter war länderübergreifend gefahndet worden, wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Donnerstag bekannt gab. Der Mann hat laut Polizei "trotz erdrückender Beweislast" bisher nicht gestanden.

Auslieferung nach Österreich

Deutsche Polizisten nahmen den 29-jährigen Rumänen Anfang März 2023 in einer länderübergreifend koordinierten Aktion auf der A8 in Bayern fest. Der Mann - er war als Beifahrer in einem in Rumänien zugelassenen Auto unterwegs - leistete keinen Widerstand. Nun erfolgte seine Auslieferung nach Österreich.

Gegen ihn bestand ein europäischer Haftbefehl - der 29-Jährige soll die damals 89-jährige Pensionistin in Seiersberg südlich von Graz (Bezirk Graz-Umgebung) und ihre Pflegerin in der Nacht auf 17. Mai 2017 im Schlaf überrascht und beraubt haben. Die Home Invasion war bereits 2018 zum Teil geklärt worden. Nach den bisher unbekannten Mittätern war jedoch weiter ermittelt bzw. gefahndet worden.

Tat geleugnet

Kriminalisten der Gruppe Raub des Landeskriminalamtes haben den 29-Jährigen bereits einvernommen. Dabei leugnete er die Tat. Er wurde mittlerweile in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Seine beiden Komplizen - ein 58-jähriger Rumäne und dessen Frau (48) - standen bereits 2018 vor Gericht.

Die 48-Jährige war als Informantin und "Aufpasserin" an der Tat beteiligt, nachdem sie bis wenige Wochen vor der Tat als Pflegerin im Haus der alten Dame beschäftigt gewesen war. Die damals 89-Jährige ist bereits im Dezember 2021 verstorben. Ermittlungen nach weiteren möglichen Mittätern laufen weiter, wie die Landespolizeidirektion Steiermark mitteilte.

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