Schwitzen in den Städten: Wie auf die Hitze reagiert wird

Schwitzen in den Städten: Wie auf die Hitze reagiert wird
Der KURIER war in Wien und St. Pölten unterwegs, um die heißesten Ecken zu besuchen

Blau, Gelb oder Rot: Momentan gehen viele mit aufgespannten Schirmen durch die Stadt. Das aber nicht, um sich vor Regen zu schützen, sondern um sich vor der Sonne zu verstecken.

Nach eher kühlem Wetter Anfang August, kehrt der Sommer nun wieder zurück. Immerhin lagen die Temperaturen Montagvormittag bei 33 Grad. Wie die Menschen in Wien auf die Hitze reagieren? „Ich habe mich erschrocken, als ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, weil ich diese Hitze nicht gewohnt bin“, erzählt Aurora, die am Montag aus Norwegen angereist ist.

Fiaker bekommen hitzefrei

Auch Zeitungsverkäufer Sajol kämpft mit der Hitze. Da sich sein Stand in der prallen Sonne befindet, versucht er sich unter einem blauen Sonnenschirm vor ihr zu schützen.

Schwitzen in den Städten: Wie auf die Hitze reagiert wird

Sajol bei seiner Arbeit in der Hitze

„Es ist zwar sehr anstrengend bei dieser Hitze zu arbeiten, aber im Winter ist es wegen Kälte, Schnee und Regen noch schlimmer“, sagt er. Die Hitze schade vor allem aber den Fiakerpferden in der Stadt, kritisieren Tierschützer. Die hohen Temperaturen sollen ihnen laut Kutscher Volker aber wenig ausmachen: „Mir macht es mehr zu schaffen als den Pferden.“

Schwitzen in den Städten: Wie auf die Hitze reagiert wird

Kutscher Volker mit den Pferden Leo und Pauli

Trotzdem gilt: Ab 35 Grad haben die Fiaker hitzefrei. Gestern Nachmittag ist der Fall auch eingetreten, wie der ORF berichtete.

Menschenleere Plätze

Wenn die Sonne auf die niederösterreichische Landeshauptstadt brennt, dann sollte man vor allem zwei Plätze nicht aufsuchen: jenen vor dem Landesgericht und den neu gestalteten Domplatz.

Hier ist es bereits zur Mittagszeit brütend heiß, fast menschenleer präsentiert sich letzterer deshalb auch. „Ein paar Schattenspender wären ein Hit“, sagt Hermann G. aus dem Waldviertel, der an diesem Montag zu Besuch bei seiner Tochter war.

Zum Glück muss man in der Stadt nicht weit gehen, um sich unter Bäumen abkühlen zu können. „Ich habe heute bereits für meine Mathe-Nachprüfung gelernt, jetzt will ich mich ein bisschen entspannen“, berichtet Julia, 16, die im Stadtpark auf einer Bank sitzt und die Ruhe genießt. Viel los ist auch an der Traisen. Das liegt aber daran, dass derzeit der Müll, den die Frequency-Besucher, hinterlassen haben, weggeräumt werden muss.

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