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Chronik Österreich
09/12/2019

Schwechat: Zollbeamte finden in einem Koffer 43 Giftschlangen

Ein Auslandsösterreicher hatte insgesamt 88 Reptilien im Gepäck, er wollte sie in Deutschland weiterverkaufen.

Dieser Aufgriff wird den Zöllnern, die am Sonntag 8. September im Reiseverkehr am Flughafen Wien Schwechat im Dienst waren, noch länger in Erinnerung bleiben. Bei der Kontrolle der Gepäcksstücke eines Reisenden stellten sie insgesamt 43 Giftschlangen sowie 45 weitere Reptilien sicher. Zwanzig der aufgegriffenen Tiere sind zudem artengeschützt.

In Rahmen der Kontrollen im Reiseverkehr am Flughafen stellte sich bei den Zöllnern des Zollamts Eisenstadt Flughafen Wien beim Gepäck eines Passagiers, der von Manila über Doha nach Wien kam, ein Verdacht ein. Das Bild, das die Kontrolle mit dem Röntgengerät zeigte, ließ die Zöllner bereits ahnen, dass sich lebende Tiere in dem Koffer befinden.

Der Reisende, der als Auslandsösterreicher auf den Philippinen lebt, gab schließlich zu, dass sich Giftschlangen im Koffer befinden. Daraufhin wurden Experten des Tiergartens Schönbrunn hinzugezogen, die die Öffnung des Koffers in ihren Räumlichkeiten übernahmen.

Sie fanden dabei zwei Samarkobras und achtzehn Bindenwarane die dem Artenschutz unterliegen, sowie weitere nicht artengeschützte Giftschlangen und Geckos – darunter eine Korallenschlange, Bambusvipern, braune Philippinennattern sowie Mangroven-Nachtbaumnattern.

Insgesamt wurden 43 Giftschlangen, 18 Warane, drei Wasserkink, eine Winkelkopfagame sowie 40 Smaragdgeckos gefunden. Der Tiergarten Schönbrunn sowie der Reptilienzoo Happ in Klagenfurt haben sich bereit erklärt, die Tiere aufzunehmen.

Der gestellte Tierschmuggler gab in der Einvernahme an, er hätte die Tiere auf einer demnächst stattfindenden Reptilienmesse in Deutschland weiterverkaufen wollen. Gegen ihn wurde ein Verwaltungsstrafverfahren wegen Verstoß gegen das Artenhandelsgesetz sowie wegen des Vergehens des Schmuggels nach dem Finanzstrafgesetz eingeleitet.