Der Schulbus war in Klein St. Paul von einer Bergstraße abgekommen und dann 70 Meter abgestürzt. Fünf Kinder und der Fahrer wurden zum Teil schwer verletzt.

© APA/GERT EGGENBERGER

Kärnten
10/15/2013

Schulbus über 70 Meter abgestürzt: Sechs Verletzte

Fünf Kinder und der Lenker wurden zum Teil schwer verletzt.

von Elisabeth Holzer

Auf der Heimfahrt von der Schule passierte es: Am Oberwietingberg in Klein St. Paul in Kärnten (Bezirk St. Veit) huschte ein Reh über den Weg, direkt vor einem Schulbus. Der 27-jährige Chauffeur verriss das Lenkrad nach rechts, um einen Zusammenstoß zu verhindern doch die Folgen waren verheerend: Der neunsitzige Bus stürzte 73 Meter über eine Böschung und krachte gegen eine Baumgruppe. Fünf Kinder und der Lenker selbst wurden zum Teil schwer verletzt.

Alle waren angegurtet

Sechs bis zehn Jahre alt sind die Schüler, die auf zwei entlegenen Landwirtschaften in St. Paul wohnen. Sie werden täglich mit dem Bus eines privaten Unternehmens von und zur Schule gebracht: Der 27-jährige Chauffeur gelte als vorbildlich und sorgfältig, hieß es Dienstag bei der Polizei. Das dürfte gestern Nachmittag noch schlimmere Folgen des Unfalls verhindert haben: Alle fünf Kinder und auch der Lenker selbst waren angegurtet, keiner von ihnen wurde durch den Aufprall herausgeschleudert.

Aber dennoch waren die Folgen dramatisch. Ein Mädchen, 9, und ein Bub, 7, erlitten so schwere Verletzungen, dass sie mit Rettungshubschraubern in das Klinikum Klagenfurt geflogen werden mussten. Ein weiterer Schüler wurde mit einem Notarztwagen nach Klagenfurt gebracht. Besonders tragisch: Die drei sind laut Polizei Geschwister.

Eines der Kinder wurde Dienstag bis in die Abendstunden operiert. Die Art seiner Verletzungen wurde nicht bekannt gegeben, es soll sich laut ersten Informationen zumindest in einem Fall um ein Schädel-Hirn-Trauma handeln. Ein Bub, 10, sowie ein Mädchen, 7, und der Lenker dürften mit leichteren Verletzungen davon gekommen sein, sie wurden in das Spital Friesach eingeliefert. Auch die beiden Kinder sind Geschwister.

Aus Unfallwagen geholt

Der Lenker soll sich laut Polizei extreme Vorwürfe machen. Trotz seiner eigenen Verletzungen hat er aber noch die beiden schwerst verletzten Kinder aus dem Wrack geborgen und nach oben auf die Straße geschleppt. Die drei anderen Schüler sind selbst nach oben geklettert.

Für die Hilfskräfte bedeutete das Unglück einen Großeinsatz, so waren zwei Notärzte und drei Rettungswagen vor Ort. Informationen, wonach eines der Kinder zu seinem Elternhaus gelaufen ist und Alarm schlug, konnte die Polizei Dienstagabend nicht bestätigen. Der Alkoholtest bei dem 27-Jährigen verlief übrigens negativ.

Lage

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