Immer mehr syrische Flüchtlinge, viele suchen illegal in Österreich ihr Glück. Bis zu 10.000 Euro werden an die Schlepper bezahlt.

© Reuters/MUHAMMAD HAMED

Schlepperbericht 2013
04/25/2014

Zustrom von Syrern nach Österreich wächst

Fast 30.000 Menschen hielten sich vergangenes Jahr rechtswidrig in Österreich auf. Zahl der Syrer steigt.

Der Bürgerkrieg in Syrien und die politisch instabile Lage in Teilen Nordafrikas schlagen sich im österreichischen Schlepperbericht 2013 nieder: Syrische Staatsangehörige machten die größte Gruppe der Menschen aus, die nach illegalen Schleusungen von den Behörden registriert wurden. Das gab das Bundeskriminalamt am Freitag bekannt.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 27.486 Menschen aufgegriffen, die sich rechtswidrig in Österreich aufhielten. Das waren um 13 Prozent mehr als 2012. Bei der Zahl der geschleppten Menschen gab es einen Rückgang von 12.426 auf 12.323 im Jahr 2013. Die Zahl der identifizierten Schlepper stieg im Jahresvergleich von 235 auf 352.

In Österreich wurden im vergangenen Jahr 1.951 syrische Staatsangehörige registriert, die sich durch Schlepper über die Grenzen bringen ließen. 2012 waren es 729 gewesen. Insgesamt wurden 2013 fast 3.000 Syrer registriert, die illegal nach Österreich gekommen waren. Die zweitgrößte Gruppe geschleppter Menschen, nämlich 1.661 Personen, stammte aus der Russischen Föderation - vor allem Tschetschenien -, gefolgt von Afghanen (1.632), Algeriern (796) und Pakistanern (793).

"Bei den rechtswidrig eingereisten bzw. aufhältigen Personen führen Staatsangehörige aus Indien (1.790), Pakistan (1.506), Nigeria (1.181) und Syrien (992)", hieß es in einer Aussendung des Bundeskriminalamts zu dem Bericht.

Lukratives Geschäft

Schlepperei ist ein lukratives Geschäft. Die heimischen Behörden wiesen im vergangenen Jahr in einer groß angelegten Operation unter der Bezeichnung "AG Bucco" einer von der Türkei aus organisierten international agierenden Gruppierung die Schleppung von 300 Menschen nach. 14 Beschuldigte wurden festgenommen. Die vorwiegend syrischen und türkischen Staatsangehörigen hatten für die "Dienstleistung" 5.000 bis 9.000 Euro pro Person bezahlt.

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