Karl Schnell gibt nicht klein bei und bläst öffentlich zum  Angriff.

© APA/BARBARA GINDL

Salzburg
06/12/2015

Salzburger FPÖ-Streit noch lange nicht bereinigt

Schlagabtausch. Kein Frieden in der FPÖ in Sicht.

von Elisabeth Zeilinger

Der Streit zwischen der Salzburger FPÖ und dem am Dienstag abgesägten Landtagsklubobmann Karl Schnell ging am Freitag in die nächste Runde. Via Presseaussendung meldete sich Schnell zu Wort und beschuldigte Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache und den designierten Landesparteiobmann Andreas Schöppl des "Statutenbruchs".

"Sie setzen sich über gefassten Beschlüsse des Landesparteivorstandes und der Landesparteileitung einfach hinweg", sagt Schnell. Er hatte vermutet, dass der ehemalige BZÖ-Politiker Erich Tadler offensichtlich wieder in die Salzburger FPÖ zurückkehren dürfe, "obwohl es in Salzburg nach wie vor aufrechte Beschlüsse der Parteigremien gibt, dass ehemalige BZÖ-Politiker, die einst die FPÖ verraten haben, nicht mehr in die Freiheitliche Partei zurück kehren dürfen", teilte Schnell mit.

Ebenso mutmaßte er, ob auch bald der ehemalige FPÖ- bzw. BZÖ-Politiker Helmut Naderer (Team Stronach) wieder in die Partei aufgenommen wird.

Schuldzuweisungen

Prompt folgte eine Antwort von Schöppl. Diese Behauptung von Schnell, Tadler wieder in die FPÖ aufzunehmen, sei die Unwahrheit, ließ er in einer Pressemitteilung ausrichten. "Wahr hingegen ist, dass wir ehemalige BZÖ-Politiker wie Erich Tadler und andere niemals in die FPÖ zurückkehren lassen werden", sagte Schöppl. Schnell wolle lediglich Unfrieden stiften – ein leicht durchschaubares Manöver und ein Verhalten, das sich von selbst richte. "Das zeigt lediglich, wie wichtig und richtig der Neustart der Freiheitlichen in Salzburg war", setzt Schöppl nach.

Unterdessen schaltete sich Generalsekretär Herbert Kickl in die Diskussion ein. "Auch wenn es Herrn Schnell nicht in sein Verschwörungsdenken passt, möchte ich festhalten, dass für Personen wie Naderer, Tadler und Co. kein Platz in der FPÖ ist. ", betonte Kickl.

Helmut Naderer selbst sagte indes auf Nachfrage, dass man ihn bereits gefragt habe, ob er zur FPÖ zurückkehren wolle. Er habe aber abgelehnt. "Ich habe mit Grün und Schwarz ein Regierungsprogramm unterschrieben. Das halte ich ein."

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