Rückkehrer: Infizierter Soldat nach Österreich heimgeholt

Ein Transportflugzeug des österreichischen Bundesheeres rollt auf einer Startbahn.
Auch ein infizierter deutscher Staatsbürger und ein österreichischer Soldat mit Kopfverletzung wurden heimgeholt.

Zwei österreichische Soldaten wurden am Freitag vom Bundesheer aus Sarajevo eingeflogen. Einer der beiden ist mit dem Coronavirus infiziert. Der andere hatte eine Kopfverletzung erlitten. Die beiden waren Soldaten der Mission EUFOR-ALTHEA (European Force Operation Althea). Auch ein deutscher Staatsbürger, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wurde bei dieser Gelegenheit vom Bundesheer heimgeholt und nach Deutschland geflogen. 

Sanitäter in Schutzanzügen transportieren eine Trage aus einem Flugzeug.

Mehrere Personen in Schutzanzügen kümmern sich um eine Person in einer transparenten Isolierbox.

Zwei gesonderte Flüge

Mit dem C-130 "Hercules" Transportflugzeug der Luftstreitkräfte des Bundesheeres von Sarajevo wurden die Heimkehrer abgeholt. Auch Frau und Kind des deutschen Infizierten waren an Bord. Um die anderen nicht zu gefährden, wurden die beiden Corona-Patienten in einem zweiten, gesonderten Flug der Maschine abgeholt. Um die Rückholaktion möglich zu machen, wurde das Transportflugzeug mit einem eigenen medizinischen Modul ausgestattet. Ein "medizinischer Container" wurde dabei in den Rumpf des Flieger geladen, hieß es in einer Aussendung. 

Militärpersonal entlädt eine mobile Sanitätsstation aus einem Flugzeug.

Zur medizinischen Betreuung der insgesamt drei Patienten waren bei beiden Flügen ein Arzt und ein Sanitätsunteroffizier sowie ein Desinfektionsspezialist der ABC-Abwehrtruppe an Bord.

„Die Soldaten des Österreichischen Bundesheeres leisten bei weltweiten Auslandseinsätzen einen unschätzbaren Beitrag für die Sicherheit Europas. Unsere Soldatinnen und Soldaten können sich darauf verlassen, dass wir sie immer wenn es notwendig ist, zurück in die Heimat holen. Dass Bürger anderer EU-Staaten dieselbe Hilfe erhalten, ist für mich eine Selbstverständlichkeit“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP).

 

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