© REUTERS/BERNADETT SZABO

Chronik Österreich
07/07/2021

Regenbogenwand und Sitzbank in Klagenfurt beschmiert

Bereits nach der Regenbogenparade vor zehn Tagen wurden Übergriffe auf Teilnehmende gemeldet.

Eine in Regenbogenfarben gestaltete Wand und eine in den Farben der Transgender Pride-Fahne gehaltene Sitzbank im Klagenfurter Lendhafen sind am Dienstag beschmiert und mit LGBTQ-feindlichen Botschaften versehen worden. Wie der Verein Queer Klagenfurt/Celovec in einer Aussendung mitteilte, dürften die unbekannten Täter am helllichten Tag am Werk gewesen sein, unter anderem wurde die Wand mit Totenköpfen und der Aufschrift "Fuck LGBTQ" versehen.

Bereits nach der Regenbogenparade in Klagenfurt zehn Tage zuvor hatte es Übergriffe auf Teilnehmende der Parade gegeben, Queer Klagenfurt berichtete von mehr als 30 Meldungen über körperliche Angriffe, Sachbeschädigungen oder Drohungen im Internet. Zumindest die Wand war bis zum Mittwochvormittag wieder mit Regenbogenfarben versehen worden.

Menschenverachtend

Der Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten) erklärte am Mittwoch in einer Aussendung, er verurteile "nicht nur jede Form von Vandalismus und Sachbeschädigung, sondern auch jede Form der Diskriminierung, des Hasses und der menschenverachtenden Gesten - in welcher Form auch immer".

Stadträtin Corinna Smrecnik (SPÖ) meinte, sie betrachte den Vorfall "als Akt der Verachtung gegenüber der Community und damit als Angriff auf die Gleichberechtigung und Toleranz". Neos-Gemeinderat Janos Juvan arbeitete sich vor allem an der FPÖ ab: Durch die Ablehnung eines Regenbogen-Zebrastreifens in der Stadt würden "Extrem-Ideologien beflügelt".

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