An die 30.000 Teilnehmer an der Pride-Parade in Paris

© APA/AFP/THOMAS COEX

Politik Ausland
06/27/2021

Pride-Paraden: Tausende feiern in Paris, Prügel in Istanbul

Paris, Rom, Berlin - Zigtausende Menschen haben bei Pride-Paraden am Samstag gefeiert. In Istanbul ging die Polizei dagegen mit voller Härte auf die Demonstranten los

Mit Regenbogenflaggen und farbenfrohen Plakaten sind am Samstag in Paris an die 30.000 Menschen zur Pride-Parade auf die Straße gegangen. Die Demonstranten zogen vom Pariser Vorort Pantin zum Platz der Republik im Zentrum der französischen Hauptstadt.

Es war das erste Mal, dass eine Pride-Parade in einer der Pariser Banlieues startete. Der Sprecher der Organisation Inter-LGBTQ, Matthieu Gatipon-Bachette, sagte, die Entscheidung, Pantin zum Startpunkt der Parade zu machen, sei getroffen worden, um die Veranstaltung inklusiver zu machen. „Indem wir die Pride hierher bringen, zeigen wir, dass sie allen gehört“, sagte er.Auch in zahlreichen anderen Metropolen fanden am Samstag Pride-Paraden statt.

Gefeiert wurden auch in Rom - noch ehe dann die Feiern in Jubel über den Fußball-Sieg Italiens über Österreich übergingen.

Mit dem Marsch forderten die Teilnehmer gleiche Rechte für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT). Sie riefen Slogans gegen den Vatikan, der Druck auf die Regierung ausübt, damit ein umstrittenes Anti-Homophobie-Gesetz im Parlament nicht verabschiedet wird.

Auch in Berlin und in Tel Aviv wurde gefeiert und demonstriert, als gäe es kein Corona mehr.

anders die Stimmung hingegen in der türkischen Metropole Istanbul: Trotz des dort herrschenden  Demonstrationsverbotes versammelten sich Tausende Menschen mit Regenbogenfahnen zur Pride-Parade, um mehr Rechte für die LGTBQ-Gemeinschaft zu fordern.

Die Polizei setzte daraufhin Tränengas gegen die Demonstranten ein, die durch das europäische Zentrum der Stadt liefen. Auch Plastikgeschoße sollen in die Menge gefeuertworden sein. Rund 25 Menschen wurden laut Organisatoren festgenommen.

Unter dem Motto „Die Straße gehört uns“ hatten verschiedene Zusammenschlüsse zu der Parade aufgerufen. Die Protestierenden kritisierten unter anderem ein zunehmend LGBTQI+-feindliches Klima im Land.

LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-, Inter- und queere Menschen und das Pluszeichen als Platzhalter für weitere Identitäten.

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