Prozess: Ein Astrologe als Tinder-Schwindler

Prozess: Ein Astrologe als Tinder-Schwindler
Er zog einer Frau 72.000 € aus der Tasche. Zwei Jahre Haft; nicht rechtskräftig.

Eigentlich blickt er beruflich in die Sterne und deutet die Zukunft für seine Klienten. Doch mit diesem kosmischen Gegenwind dürfte der Astrologe nicht gerechnet haben: Er muss wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zwei Jahre in Haft; nicht rechtskräftig. Der Mann soll einer Frau 72.000 Euro aus der Tasche gezogen haben.

Die Geschichte, die nun im Landesgericht für Strafsachen in Wien zum Prozess führte, nahm im Mai des Vorjahres ihren Lauf. Während eines Lockdowns lernte der Angeklagte auf der Dating-App Tinder eine Wienerin kennen. Der Mann widmete ihr schnell seine ganze Aufmerksamkeit. „Wir hatten gleich ein drei Stunden langes Gespräch, er hat viele Fragen gestellt“, erinnert sie sich. Er blickte für sie in die Zukunft, schnell wähnte sich die Frau auf Wolke sieben.

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