STEIERMARK: OPERATION "LUXOR" -  RAZZIA GEGEN MUSLIMBRUDERSCHAFT UND HAMAS IN GRAZ

© APA/ERWIN SCHERIAU / ERWIN SCHERIAU

Chronik Österreich
11/21/2020

Operation Luxor: Verdächtiger zieht Vergleich zu Novemberpogromen

Die Regierung bewege sich in eine totalitäre Richtung, schreibt ein Politologe, der zu den Hauptverdächtigen der Operation Luxor zählt.

Im Zuge der "Operation Luxor" geriet auch ein Politikwissenschafter, der an der Universität Salzburg lehrt, ins Visier der Staatsanwaltschaft Graz. Er publiziert unter anderem zu Islamophobie und soll einer der Hauptverdächtigen in den Ermittlungen sein, die sich mit der Rolle der Muslimbrüder in Österreich beschäftigen.

Nun hat sich der Verdächtige in einem Blogbeitrag für eine US-Universität zur "Operation Luxor" geäußert. Er spannt darin einen Bogen von den Novemberpogromen 1938, in denen von Nationalsozialisten Synagogen und jüdische Bethäuser sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe von jüdischen Mitbürgern zerstört bzw. geschändet wurden, zur Polizeirazzia vom 10. November.

"Wiederholung der Geschichte"

Der Politologe verwendet für die Ereignisse von 1938 den auch von den Nationalsozialisten verwendeten Terminus "Kristallnacht" und schließt seinen Beitrag mit dem Satz: "Österreich ist auf einem gefährlichen Pfad in Richtung Wiederholung der Geschichte." Der Politologe schreibt auch: "Offensichtlich bewegt sich die österreichische Regierung bereits in eine totalitäre Richtung."

Weiters erinnern ihn die Fragen im Zuge der Razzia an den Umgang der chinesischen Regierung mit der muslimischen Minderheit der Uiguren, deren Angehörige systematisch in Internierungslager gesperrt werden, so der Wissenschafter.

Kritik an Dokumentationsstelle

Der Verdächtige zitiert dabei Fragen wie: "Wieviel nicht-muslimische Freunde haben Sie?", "Wollen Sie die Scharia einführen?", "Besuchen Sie ein Moschee und wenn ja, welche?" oder "Sind Muslime in Österreich unterdrückt?"

In dem Beitrag kritisiert der Politologe nicht nur die Razzia, sondern auch den Umgang der Regierung mit dem politischen Islam, etwa die Einrichtung der Dokumentationsstelle "Politischer Islam" im Juli dieses Jahres. Die Regierung habe den "Politischen Islam" nie definiert. "Das Fehlen einer klaren Definition erlaubt der Regierung, jede muslimische Gewohnheit zu kriminalisieren", schreibt der Wissenschafter, dessen Stelle an der Universität Salzburg laut Salzburger Nachrichten von einer Stiftung mit Geld aus Saudi-Arabien finanziert wird.

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