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Chronik Österreich
02/20/2019

Niki Lauda auf dem Weg der Besserung: "Er kämpft wie ein Löwe"

Sohn Mathias berichtet über die Fortschritte seines Vaters, ein Comeback in Australien hält er aber für wenig wahrscheinlich.

Formel-1-Legende Niki Lauda befindet sich nach einer Lungentransplantation und Grippe-Erkrankung weiter auf dem Weg der Besserung. „Es geht bergauf. Er ist hart am Arbeiten“, sagte sein Sohn Mathias Lauda der Deutschen Presse-Agentur. Sein Vater verbringe bis zu sechs Stunden täglich in der Reha in Wien, um seinen Körper zu kräftigen. „Er kämpft wie ein Löwe“, sagte Lauda über seinen Vater, der am Freitag 70 Jahre alt wird.

Dem dreimaligen Formel-1-Weltmeister war im Sommer vergangenen Jahres eine Lunge transplantiert worden. Nach einer Grippe-Erkrankung musste der Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams dann im Januar erneut im Krankenhaus behandelt werden. „Er will so schnell wie möglich ins normale Leben zurück“, sagte Sohn Mathias, der bei seinem berühmten Vater in Wien weilt.

 

Zur Legende wird Lauda im Jahr 1976: Als amtierender Weltmeister verunfallt er in Deutschland, kämpft um sein Leben. 42 Tage später sitzt er wieder im Cockpit.

1977 holte Lauda seinen zweiten Weltmeistertitel mit Ferrari - aber schon vorher stand der Abschied fest: 1978 wechselte Lauda nach Differenzen mit Enzo Ferrari zu Brabham.

Nach zwei Jahren Formel-1-Auszeit kehrte Lauda 1982 in die Weltmeisterschaft zurück. Zwei Jahre später, 1984, eroberte er mit McLaren seinen dritten WM-Titel. 1985 beendete er seine Karriere.

Nach dem Unfall auf dem Nürburgring wird das "rote Kapperl" zum Markenzeichen. Lauda nutzt es im Lauf der Jahre als Sponsorfläche für verschiedene Partner.

Nach einem kurzen Engagement bei Jaguar nach der Jahrtausendwende kehrt Lauda 2012 als Mercedes-F1-Vorstand in die Formel 1 zurück.

Bei den Legendenrennen auf dem Red-Bull-Ring greift Lauda noch einmal ins Steuer seiner einstigen Boliden - und tritt gegen dabei auch gegen die Rivalen von früher an.

Eine Rückkehr seines Vaters an die Rennstrecke zum Grand-Prix-Auftakt der Formel 1 am 17. März in Melbourne hält Mathias Lauda für nicht besonders wahrscheinlich. „Wir haben kein Zeitlimit. Es ist wichtig, dass der Körper zu alter Stärke gelangt“, sagte er. Der Startschuss der neuen Formel-1-Saison käme für seinen Vater wohl ein „bisschen zu früh“, man müsse „aber abwarten“.

Lauda wurde am 22. Februar 1949 als Sohn einer Industriellenfamilie in Wien geboren. 1975, 1977 und 1984 gewann er die Formel-1-WM. 1976 überlebte er trotz schwerer Verbrennungen und einer verätzten Lunge nur wie durch ein Wunder einen Horrorunfall auf dem Nürburgring. Seit dem Unglück trägt Lauda stets eine rote Kappe auf dem Kopf, die längst zu seinem Markenzeichen geworden ist.

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