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Chronik Österreich
07/19/2022

Neunjähriger beim Spielen auf Flachgauer Bauernhof ums Leben gekommen

Das Kind ist beim Rutschen auf Traktoranhänger unter Getreide geraten. Nach Reanimation ist der Neunjährige im Krankenhaus gestorben.

Bei einem tragischen Unfall auf einem Bauernhof im Salzburger Flachgau ist am Montagnachmittag ein neunjähriger Bub ums Leben gekommen. Das Kind war beim Spielen auf einem mit Korn beladenen Traktoranhänger unter das Getreide geraten. Als es befreit werden konnte, war es bereits bewusstlos. Der Notarzt konnte den Buben reanimieren, er starb aber in der folgenden Nacht im Uniklinikum Salzburg, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Im Krankenhaus verstorben

Der Neunjährige war auf dem Bauernhof zu Besuch und hatte mit dem um ein Jahr jüngeren Buben des Landwirtes auf dem Kipp-Anhänger gespielt, der mit einer etwa 60 Zentimeter hohen Getreide-Schicht beladen war. Der Kipper war rund 45 Grad angehoben, damit die Körner abgeladen und über ein Rohr zu einem Schneckenantrieb befördert werden.

Die beiden Buben nutzten den gekippten Anhänger als Rutsche. Dabei geriet der Neunjährige am Beginn des Rohres in den Sog. Mit seinem Rücken blockierte er den Abfluss des Getreides und wurde in der Folge vom nachkommenden Korn verschüttet. Als der jüngere Bub den Unfall mitbekam, schlug er sofort Alarm. Der Bauer schaufelte das Kind frei und barg es. Der Notarzt reanimierte den Buben, der danach mit dem Rettungshubschrauber ins Uniklinikum Salzburg geflogen wurde. In der Nacht ist das Kind dort gestorben.

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