Im Keller dieses Hauses wurde die 34-Jährige gefunden

© APA/ALEXANDER STEININGER

Chronik Österreich

Mordverdacht: Frau mit Dutzenden Messerstichen getötet

34-Jährige von Tochter, 13, gefunden. Ihr Ex-Freund und ein weiterer Mann wurden festgenommen.

von Elisabeth Holzer-Ottawa

01/24/2023, 07:27 PM | Aktualisiert am 01/25/2023, 03:34 PM

Dienstagnachmittag, ein Anruf bei der Polizei: In einem Mehrparteienwohnhaus in Mürzzuschlag liege eine schwer verletzte, blutende Frau. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war es aber bereits zu spät: Das Notarztteam begann sofort mit der Reanimation der 34-Jährigen, doch es konnte nichts mehr für die Steirerin tun. Wer der Anrufer war, stand Mittwochvormittag noch nicht ganz fest - aber: Es soll die erst 13-jährige Tochter gewesen sein, die die Mutter im Keller des Hauses fand.

Klinge abgebrochen

Die Polizei ermittelt wegen Mordverdachts und nahm noch  Dienstagabend zwei Männer fest: Den Lebensgefährten des Opfers, 33, sowie einen 44-Jährigen, der ebenfalls in den Mehrparteienhaus wohnt. Der 33-Jährige gilt laut ersten Erhebungen als "dringend tatverdächtig", wie es hieß - er ließ sich noch in der Wohnung widerstandslos festnehmen. Der 13-jährigen und einer zweiten Jugendlichen, 16, soll aufgefallen sein, dass der Verdächtige mit einem blutverschmierten Handtuch aus dem Keller gekommen sei, hieß es am Mittwoch. Die 34-Jährige wurde erstochen -  sie hatte "mehrere Dutzend Stich- und Schnittverletzungen vorwiegend im Kopf- und Halsbereich", stellte die Gerichtsmedizin bei der Obduktion am Mittwoch fest. Die Stiche müssen wuchtig gewesen sein: Im Haus wurde ein Küchenmesser entdeckt, dessen Klinge fehlte - sie ist abgebrochen. Bisher wurde die Klinge nicht gefunden.

Motiv unklar

Der 44-Jährige ein  Afghane, wurde ebenfalls in Gewahrsam genommen. Doch ob auch er unter Tatverdacht steht, gab die Polizei Mittwochfrüh noch nicht bekannt. Auch das Verhältnis zwischen Opfer, mutmaßlichem Täter und ihm muss erst geklärt werden. Die Einvernahmen der Verdächtigen sowie der Nachbarn sind noch im Gang, der 44-Jährige bestritt nach ersten Informationen jede Verbindung zur Tat, das dürfte sich auch mit den Aussagen der beiden Mädchen decken. Er könnte aber in der selben Wohnung wie die 34-Jährige und ihre Tochter gelebt haben, die Steirerin soll eine asylsuchende Familie aus Afghanistan aufgenommen haben.

Im Lauf des Tages sollen weitere Details zu dem Fall bekannt gegeben werden. Das Motiv war vorerst somit ebenso unklar. Der 33-Jährige wurde am Mittwoch in die Justizanstalt Leoben eingeliefert. Er ist nicht geständig. Sollte sich der Mordverdacht erhärten, wäre dies bereits der fünfte Mord seit Jahresbeginn in Österreich.

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