Chronik | Österreich
01.08.2018

Andere Braut sollte ausweichen - Kneissl verlegt Hochzeitsort

Der 18.8.2018 ist als Hochzeitsdatum beliebt. Eine Grazer Braut sollte daher ihren Plan für die Ministerin ändern.

Der 18. August 2018 ist ein hübsches Datum. Leicht zu merken, vor allem für Ehepaare: Der 18.8.2018 scheint genauso so beliebt zu werden wie 17.7.2017 oder 16.6.2016 – und dürfte für einiges Gedränge an Trauungsorten sorgen. Das bemerkte jetzt eine Grazerin, die sich das südsteirische Schloss Gamlitz ausgesucht hat: Weil auch Außenministerin Karin Kneissl sich dort trauen lässt, wurde die Grazer Braut gebeten, ihre Feier doch um 15 Minuten zu verlegen.

Das habe nichts mit der Tatsache zu tun, dass eine Politikerin in den Ehestand treten wolle, heißt es seitens der Schlossverwaltung gegenüber der Kleinen Zeitung. An diesem bewussten Samstag hätten sich mit Kneissl gar acht Paare angesagt, die vier Standesbeamten der Gemeinde dadurch einiges zu tun. Auch die Politikerin lässt via Pressesprecher versichern, der besorgten Grazer Braut nichts vermiesen zu wollen: Kneissls Trauung mit Unternehmer Wolfgang Meilinger werde „kurz und klein“ sein. Die andere Braut bangt dennoch um ihren Prinzessinnenauftritt: Die Fahrt in der Kutsche scheine in Frage gestellt, das Feiern im Schlosshof ebenfalls.

Mittwochnachmittag reagierte die Ministerin jedoch auf den Wirbel, den ihre private Feier hervor rief: Sie teilte via Presseaussendung mit, ihren Hochzeitsort zu verlegen. "Nachdem ich erst aus den Medien erfahren habe, dass ein anderes Paar fast zeitgleich seine Hochzeitsfeier im Schloss geplant hat, haben wir uns spontan entschieden, unseren Trauungsort zu verlegen", kündigte Kneissl an. Sie wolle keine Sonderstellung. Dem Bundesland bleibe sie aber treu. "Die Steiermark hat viele stimmungsvolle Orte, um den schönsten Tag im Leben feiern zu können."