Frau und Mann sterben nach Messerstecherei in Vorarlberg

Frau und Mann sterben nach Messerstecherei in Vorarlberg
Laut Polizei dürfte der Streit eines Paares in Vorarlberg eskaliert sein: Beide starben nach Notoperationen im Spital.

In Hohenems ist es am Donnerstag zu einer Auseinandersetzung mit tödlichem Ausgang gekommen. Der genaue Tathergang ist noch unklar.
Am Vormittag wurde die Polizeiinspektion Hohenems verständigt, dass sich vor einem Mehrparteienhaus in der Rudolf von Ems-Straße eine verletzte Frau befinden würde. Gefunden wurde die Frau von Passanten. Diese hätten zunächst gedacht, dass die Verletzte Opfer eines Verkehrsunfalls geworden ist, berichtet ein Sprecher der Polizei Vorarlberg.

Frau und Mann sterben nach Messerstecherei in Vorarlberg

Frau und Mann sterben nach Messerstecherei in Vorarlberg

Frau und Mann sterben nach Messerstecherei in Vorarlberg

Frau und Mann sterben nach Messerstecherei in Vorarlberg

Mann hatte sich eingesperrt

Die 35-jährige Frau  wies mehrere Schnitt- und Stichverletzungen auf. Der tatverdächtige 47-jährige Mann hatte sich zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung eingesperrt. Dort wurde er nach der Türöffnung durch die „Cobra“ ebenfalls mit schweren Stichverletzungen vorgefunden. Beide Verletzten wurden ins Krankenhaus Feldkirch eingeliefert und notoperiert. Die Frau und der Mann erlagen aber ihren schweren Verletzungen. 

Obduktion soll Tathergang klären

Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die 35-Jährige von dem Mann mit dem Messer angegriffen wurde und dieser sich dann selbst verletzt hat. „Ob das so passiert ist, wird die Obduktion klären“, erklärt der Polizeisprecher. 

Gewalt von Männern gegen Frauen gibt es in allen sozialen Schichten, Nationen, Familienverhältnissen und Berufsgruppen. Morde an Frauen können auch Femizide sein. Der Begriff soll ausdrücken, dass hinter diesen Morden oft keine individuellen, sondern auch gesamtgesellschaftliche Probleme wie etwa die Abwertung von Frauen und patriarchale Rollenbilder stehen.

Hilfe für Gewalt-Betroffene gibt es hier:

Frauenhelpline (Mo – So, 0 – 24 Uhr, kostenlos), 0800 / 222 555 Männernotruf: (Mo – So, 0 – 24 Uhr, kostenlos), 0800 / 246 247.

Die gerichtsmedizinische Untersuchung der beiden Leichen findet voraussichtlich heute, Freitag, statt. In welchem Beziehungsverhältnis Mann und Frau genau standen, ist noch unklar.  
Sollte sich herausstellen, dass die Frau durch die Hand des 47-Jährigen gestorben ist, dann wäre es der 31. Femizid in Österreich in diesem Jahr (laut Statistik der Frauenhäuser). 

Auch in Innsbruck gab es eine Messer-Attacke

Wie die Polizei mitteilt, ist am Donnerstagvormittag in einer Wohnung im Innsbrucker Stadtteil Pradl ebenfalls ein Streit eskaliert. Ein 27-Jähriger hat dabei einen Mann und eine Frau (beide 22) mit einem Messer attackiert und verletzt. Sie wurden ins Krankenhaus Innsbruck eingeliefert. Die Frau sei leicht verletzt, beim Mann sei der Schweregrad noch unklar, so die Polizei. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

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