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Lkw-Unfälle in Österreich: Höchster Wert seit 10 Jahren

73 Menschen kamen 2025 bei Kollisionen mit Lastkraftwagen ums Leben. Der VCÖ fordert ein Maßnahmenpaket.
Auf einer Autobahn fahren LKW, ein Bus der Marke Setra, PKW und Transporter.

Zusammenfassung

  • Zahl der Todesopfer bei Lkw-Unfällen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 74 Prozent gestiegen, höchster Wert seit 2016.
  • VCÖ fordert verpflichtende Abbiegeassistenten und Entschärfung gefährlicher Kreuzungen zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern.
  • Strengere Kontrollen im Schwerverkehr und Einhaltung von Tempolimits werden als notwendig erachtet.

Die Zahl der Todesopfer bei Lkw-Unfällen ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Laut Daten der Statistik Austria, die die Mobilitätsorganisation VCÖ ausgewertet hat, kamen 2025 insgesamt 73 Menschen bei Kollisionen mit Lastkraftwagen ums Leben – 31 mehr als im Jahr davor. Das entspricht einem Anstieg von 74 Prozent.

Besonders betroffen war Niederösterreich mit 25 Todesopfern. Insgesamt war laut VCÖ jeder sechste Verkehrstote im Vorjahr Folge eines Unfalls mit einem Lkw.

Höchster Wert seit 10 Jahren

„Die Zahl der Todesopfer durch Lkw-Unfälle stieg auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2016“, erklärte VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Zwar bedeute die Beteiligung eines Lasters nicht automatisch, dass der Unfall auch vom Lkw-Lenker verursacht wurde. Aufgrund der großen Masse seien Schwerfahrzeuge jedoch besonders gefährliche Unfallgegner.

Während es im Vorjahr österreichweit pro 1.000 Verkehrsunfällen mit Personenschaden elf Todesopfer gab, waren es bei Lkw-Unfällen 62. Damit ist der Anteil tödlicher Unfälle bei Kollisionen mit Lastern laut VCÖ fast sechsmal so hoch.

Maßnahmenpaket gefordert

Die Mobilitätsorganisation fordert deshalb ein Maßnahmenpaket. Besonders rechts abbiegende Lkw seien für Fußgänger und Radfahrer gefährlich. Der VCÖ spricht sich daher für verpflichtende Abbiegeassistenten sowie die Entschärfung gefährlicher Kreuzungen aus.

Außerdem brauche es strengere Kontrollen im Schwerverkehr. Vor allem auf Autobahnen werde das Tempolimit von 80 km/h für Lkw oft überschritten. In Tirol habe sich die Zahl der geahndeten Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten von 116 im Jahr 2024 auf 235 pro Kontrolltag im vergangenen Jahr verdoppelt.

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