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Wien: PKW-Verkehr von 1993 bis 2025 um rund ein Drittel reduziert

Mehr Rad, weniger Auto? Wie die Wienerinnen und Wiener in der Stadt am liebsten unterwegs sind.
Wiener Linien / Julia Allerding

Zusammenfassung

  • Der PKW-Verkehr in Wien wurde von 1993 bis 2025 um rund ein Drittel reduziert, während Rad- und Fußverkehr sowie Öffi-Nutzung zunehmen.
  • 87 % der Wienerinnen und Wiener finden, dass man in Wien gut ohne Auto leben kann, und zwei Drittel befürworten den Rückbau von Straßen zugunsten von Grünraum.
  • Der Modal Split zeigt Unterschiede zwischen Innen- und Außenbezirken, wobei junge Menschen deutlich seltener das Auto nutzen als ältere Generationen.

Erst jüngst lieferte eine Auswertung der Modal-Split–Erhebungen der vergangenen 15 Jahre für Wien spannende Ergebnisse: Sie zeigt über die Jahre hinweg einen kontinuierlichen Anstieg des Radverkehrs und einen Rückgang der Autonutzung bei jungen Menschen. Zudem wurde ein konstant hoher Anteil an Fußverkehr und nach Corona wieder ein Anstieg bei der Öffi-Nutzung verzeichnet. 

Was sind die Alltagswege?

Der Modal Split stellt die durchschnittliche alltägliche Mobilität - genauer gesagt die Alltagswege - der Wienerinnen und Wiener - anteilsmäßig dar. Nicht berücksichtigt sind dabei Touristen oder Pendler. Die Erhebung erfolgt durch eine repräsentative Stichprobe, dafür wurden im Jahr 2025 von ca. 2.500 Wienerinnen und Wienern die Wege erhoben. 

Stadt Wien/MA 18 und Wiener Linien

Zu Fuß, mit dem Auto oder den Öffis: In Wien hat man die Wahl

Der Öffi-Anteil des Jahres 2025 ist mit 33,6 % nahezu unverändert zum Jahr 2024. Zu-Fuß-Gehen ist mit 30,0 % weiterhin höher als vor der Corona–Pandemie und nach dem öffentlichen Verkehr die zweitmeistgenutzte Fortbewegungsart. Der Radverkehrsanteil bleibt mit 10,5 % ebenfalls auf hohem Niveau.

Der Anteil des PKW-Verkehrs lag im Vorjahr bei 24,9 %. Von 1993 bis 2025 wurde dieser um rund ein Drittel reduziert.

Ohne Auto leben?

Für 2025 gibt es eine neue Kategorie, es werden auch die motorisierten Zweiräder, also Mopeds, gesondert ausgewiesen, sie wurden in der Statistik bislang zu den PKWs gezählt. So wurden im vergangenen Jahr 1,0 % der Alltagswege mit motorisierten Zweirädern zurückgelegt.

Gemäß jüngster Wiener Lebensqualitätsstudie stimmen 87 % der Wienerinnen und Wiener der Aussage zu, dass man in Wien ganz gut ohne Auto leben kann. Und zwei Drittel befürworten den Rückbau von Straßen und Parkplätzen zugunsten von Verkehrsberuhigung, für mehr Grünraum und Kühlung, der nach dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ im ganzen Stadtgebiet zu beobachten ist.

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