Chronik | Österreich
06.09.2017

LKH-Standort Eisenerz soll Mitte 2018 schließen

72 Mitarbeiter über Ablauf informiert. Gesundheitszentrum seit Juni in Betrieb

Der obersteirische LKH Standort Eisenerz wird ab Mitte 2018 Geschichte sein: Wie die Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) in einer Aussendung mitteilte, sind die 72 Mitarbeiter über den Ablauf der Schließung des Spitals von Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) am Mittwoch informiert worden. Das neue Gesundheitszentrum in der Erzberg-Stadt hat bereits im Juni den Betrieb aufgenommen.

Die Schließung war im Frühjahr 2017 angekündigt worden, seit 2015 hatte schon die Ambulanz ihren Dienst nur mehr von 7.00 Uhr bis 15.00 Uhr angeboten. Mitarbeiter des LKH Eisenerz, das formal bereits zum LKH Leoben gehört, werden weiterhin beschäftigt: Jenen mit unbefristetem Dienstverhältnis ist ein Arbeitsplatz bei der KAGes garantiert.

Gesundheitszentrum soll Grundversorgung sichern

Im Jahr 2016 sollen von insgesamt 1.662 stationären Patienten nur 153 aus der Kleinregion Eisenerz gewesen sein. Diese Zahlen sowie das Versorgungsangebot des neuen Gesundheitszentrums würden dem Bedarf der örtlichen Bevölkerung besser entsprechen als ein Spital, wurde argumentiert. Zwar bietet das Zentrum keine Spitalvollversorgung, aber das Kernteam aus Ärzten, Pflegepersonal sowie einer Ordinationsassistenz kümmere sich um die medizinische Grundversorgung der Eisenerzer Bewohner. Zusätzlich zum Kernteam sollen weitere Gesundheitsberufe wie Physiotherapeuten und Psychologen in die Betreuung der Patienten miteingebunden sein. Darüber hinaus ist auch eine Anbindung von Fachärzten an das Gesundheitszentrum vorgesehen.