© APA - Austria Presse Agentur

Chronik | Österreich
03/21/2019

Länder verhandeln einheitliche Regelungen zum Schulstreik

Die Streiks gehen weiter. Am Donnerstag treffen sich die Bildungsdirektionen im Ministerium für eine einheitliche Regelung.

„Wir streiken bis ihr handelt“ – das waren keine leeren Worte der Schülerschaft, die Streiks gehen am Freitag weiter. Die Bildungsdirektoren der Länder treffen sich am Donnerstag im Ministerium, um eine einheitliche Lösung zu finden, wie mit den Schulstreiks umgegangen werden soll.

„Ich persönlich bin grundsätzlich für die Demonstrationen, weil es ein Grundrecht ist zu demonstrieren. Das muss aber Maß und Ziel haben. Das Wichtigste ist, dass wir eine einheitliche Lösung für Österreich finden, sollte nun eine Regelmäßigkeit in die Streiks kommen“, kündigt der Kärntner Bildungsdirektor Robert Klinglmair an. Schülern in Linz beispielsweise drohen laut Veranstaltern schlechte Betragensnoten. In Salzburg wiederum weist die Bildungsdirektion darauf hin, genau dies zu verhindern, und will einen Dialog  suchen.  Ein gemeinsamer Standpunkt  soll aus den heutigen Gesprächen hervorgehen.

Vorträge bei Streiks

In Wien, Innsbruck, Salzburg und Linz wird diesen Freitag wieder demonstriert – jedoch in kleinerem Rahmen. „Wir wollen einfach das Feuer am Leben halten und dann bei punktuellen Großereignissen wieder mehr Leute mobilisieren“, sagt der Wiener Initiator Johannes Stangl. In Wien und Linz geht es diese Woche unter dem Motto „streikendes Klassenzimmer“ weiter. Klimaexperten, wie von Global2000, tragen dabei zum Thema Klimawandel vor.

„Wir wollen damit auch zeigen, es ist nicht die Bildung, gegen die wir streiken, wir bilden uns auch hier. Wir streiken für die Sicherung unserer Zukunft“, so Stangl. An den anderen Demonstrationsstandorten Österreichs wird momentan an einer langfristigen Organisationsstruktur gearbeitet.

Eine Demonstration gilt gesetzlich nicht als Entschuldigungsgrund, geht man also nicht zur Schule, bedeutet das unentschuldigte Fehlstunden. Eine Hintertür können Direktoren und Klassenvorstände öffnen, sie können die  Schüler nämlich laut Gesetz „aus wichtigen Gründen“  freistellen.