Chronik | Österreich
29.11.2018

KURIER-Lernhaus: Damit jedes Kind die Schule schafft

Mehr als nur Hilfe bei den Hausübungen. Hier wird die Basis fürs Leben gelegt

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Kurs und merken, dass Sie nur wenig von dem verstehen, was der Kursleiter zu erläutern versucht. Wenn dann keiner da ist, der Ihnen zur Seite steht und nochmals geduldig alles erklärt, sind Sie bald frustriert und lassen den Kurs Kurs sein.

Genau so fühlen sich viele Kinder in der Schule. Sie beginnen zu verzweifeln, weil sie spüren, dass sie das, was von ihnen gefordert wird, nie schaffen werden. Auch weil am Nachmittag niemand da ist, der mit ihnen noch einmal den Stoff in aller Ruhe durchnimmt. Die Folge: schlechte Noten, Frust, wenig Selbstvertrauen und irgendwann Schulversagen. Diese Kinder werden wohl später als Erwachsene nie auf eigenen Beinen stehen.

Dabei wäre es oft mit ein wenig Hilfe getan: Ein, zwei Stunden am Nachmittag mit den Kindern lernen und schon bald sitzt der Stoff besser – so wächst Selbstvertrauen. Erleben kann man das z.B. bei den Kindern, die eines der acht Lernhäuser besuchen, die es mittlerweile gibt: Neben Wien sind das Wörgl und Kufstein in Tirol sowie die nö. Standorte Gänserndorf, Neunkirchen, Herzogenburg, Tulln und Bruck an der Leitha. Drei bis fünf Mal die Woche stehen den Schülern im Alter von sechs bis 15 Jahren Freiwillige sowie Mitarbeiter des Roten Kreuzes zur Seite – dieses leitet die Lernhäuser pädagogisch. 175 Kinder erhalten so Unterstützung. Eine Hilfe, die wirkt, wie Lehrer und Direktoren feststellen: Ohne das Lernhaus würden nur die wenigsten dieser Kinder das Schuljahr erfolgreich abschließen.

Spendenkonto: AT713100000000999995 BIC: RZBAATWW. Kennwort: Lernhaus

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