APA12530320-2 - 29042013 - ST. PÖLTEN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT CI - THEMENBILD - Ein Mann durchquert am Montag, 29. April 2013, ein Drehkreuz nach der Bezahlung von 50 Cent für die Toilettenbenützung an einer Autobahntankstelle in St. Pölten. Toilettenbenützer auf Autobahntankstellen müssen ab sofort damit rechnen, dass sie 50 Cent für den WC-Besuch zahlen müssen. Die Anlagen werden nach und nach mit Drehkreuzen ausgestattet. Für die 50 Cent erhält der Besucher jedoch einen Gutschein, den er österreichweit bei allen 89 Autobahn- und Schnellstraßen-Tankstellen einlösen kann. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER

© APA/HELMUT FOHRINGER

Umbau
07/12/2013

Klo-Vignette: Mehr als 30 WCs haben Drehkreuze

Die Raststationen „Oldtimer“ und „Landzeit“ bleiben aber beim Gratis-Zugang zu ihren Toiletten.

von Dominik Schreiber

Wer auf der Autobahn komplett gratis auf das WC gehen will, der muss derzeit einen der Asfinag-Rastplätze anfahren oder bei den 20 Betrieben von „Landzeit“ und „Oldtimer“ einkehren. Hier wird auf die 50-Cent-Gebühr verzichtet.

Die meisten anderen Betreiber stellen derzeit sukzessive um, bei den Tankstellen ist die Abdeckung bald lückenlos . Die OMV hat laut eigenen Angaben bereits rund die Hälfte ihrer elf Stationen umgebaut, auch die BP hat bereits acht Standorte (vor allem auf der Westautobahn) mit dem Klo-Vignetten-System ausgestattet. Shell beendet dieser Tage die Umrüstung, dann sind alle ihrer 17 Stationen mit Drehkreuzen bestückt. Bei Rosenberger werden derzeit die Raststationen in Vomp und Lindach umgebaut.

Die erste Aufregung bei den Autofahrern scheint sich allerdings gelegt zuhaben. „Wir haben den Eindruck, dass sich die meisten damit abgefunden haben“, berichtet Ursula Messner vom ÖAMTC. Man müsse aber erst die Reisesaison abwarten, um das wirklich seriös abschätzen zu können.

Ob sich die Sauberkeit auf den Tankstellen-WCs durch das Bon-System verändert hat, darüber gibt es noch unterschiedliche Aussagen. Der Fachverband der Mineralölfirmen hatte aber schon im Vorfeld ganz offen angekündigt, dass die Einnahmen für die laufenden Kosten hergenommen und nicht in weiteres Putzpersonal investiert werden.

Nachdem die ASFiNAG jahrelang auch vor Gericht für Gratis-WCs gekämpft und im Frühjahr dann umgefallen war, hatte es einen Aufschrei der Empörung gegeben. Manche riefen sogar zum Boykott jener Firmen auf, die auf Drehkreuze umstellen. Ob es tatsächlich Auswirkungen gibt, wird frühestens im Herbst klar sein.

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