Chronik | Österreich
19.07.2018

Internet: Betrug mit Mail zur Datenschutzverordnung

Phishing: Gefälschte Mails von seriösen Banken in gutem Deutsch werden aktuell verschickt

Viele Internetnutzer klicken bereits automatisch weiter, wenn sie eine Nachricht bekommen, dass die neue EU-Datenschutzverordnung akzeptiert werden soll. Von diesem Verhalten profitieren auch Kriminelle, zuletzt sind verstärkt sogenannte Phishingmails im Umlauf.

Bei diesen wird eine seriöse Bank als Absender angegeben, aktuell etwa Raiffeisen. Allerdings wird nicht die übliche eMail-Adresse der Bank angegeben, in diesem Fall ist der Absender das vermeintliche „Raiffeisen Card Service“ und die Adresse lautet info@cardnewsletter.org.

Phishing: Mail von Raiffeisen

Sicherheitshalber sollte man erst schauen, ob es von dieser eMail-Adresse bereits seriöse Post gegeben hat. Allerdings verlangt keine Bank, dass irgendwo online Kreditkarten- oder Bankomatkarten-Details aufgeschrieben werden müssen. Die Aufforderung in dem Phishingmail ist in fast fehlerfreiem Deutsch verfasst: „Seit Einführung der neuen EU-Datenschutzverordnung haben Sie bisher noch nicht Ihre hinterlegten Daten bei uns Bestätigt. Aus diesem Grund mussten wir Ihre Kreditkarte einschränken. Um wieder den vollen Umfang Ihrer Kreditkarte nutzen zu können, starten Sie den Bestätigungsprozess über den nachfolgenden Button. Mit Abschluss des Bestätigungsverfahren wird Ihre Kreditkarte automatisch von unserem System entsperrt und Sie können wie gewohnt fortfahren“, heißt es darin etwa.

Zuletzt sind ähnliche eMails von Amazon, eBay, Paypal oder internationalen Banken aufgetaucht. Die Betrüger schreiben wahllos Leute an und hoffen darauf, die richtigen Kunden zu finden. Mit den Daten räumen sie Konten leer oder tätigen Bestellungen. Wer sich unsicher ist, sollte mit dem betroffenen Unternehmen Kontakt aufnehmen.