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Chronik Österreich
01/03/2022

In Österreich gibt es nun mehr Omikron- als Delta-Fälle

Bisher mehr als 6.700 Nachweise der ansteckenderen Variante.

Die ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus hat zum Ende des Jahres 2021 Delta als vorherrschende Mutation in Österreich abgelöst. In der Kalenderwoche 52 wurden 2.915 Delta- und 4.360 Omikron-Fälle nachgewiesen, geht aus einer Aktualisierung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) von Montag hervor. In der Woche davor war Delta noch mit 5.953 zu 1.905 Nachweisen deutlich dominanter gewesen. Insgesamt gab es bisher 6.768 bestätigte Omikron-Fälle.

Sequenzierungen

Für die Kalenderwoche 52 sind noch Nachmeldungen zu erwarten, betonte die AGES auf ihrer Internetseite. Zudem handelt es sich bei den Sequenzierungen vor allem außerhalb von Wien nur um Stichproben. In der Kalenderwoche 47 waren erstmals zehn Omikron-Fälle in Österreich bestätigt worden, bei gleichzeitig 12.681 Delta-Nachweisen. Nur fünf Wochen später ist das Verhältnis zugunsten der ansteckenderen Mutation gedreht.
Das Vorjahr wurde jedoch insgesamt von Delta dominiert, 242.874 Nachweise gab es von dieser Variante. 120.174 bestätigte Fälle waren es bei Alpha, 915 von Beta und 96 von Gamma und eben in den letzten sechs Wochen des Jahres 2021 allein 6.768 Omikron-Nachweise.

Die meisten Omikron-Fälle wurden bisher mit 3.766 insgesamt in Wien detektiert, das allerdings am genauesten analysiert. In der Bundeshauptstadt wird bei der Testauswertung von „Alles gurgelt“ auf die Varianten vorsequenziert. 801 Nachweise gab es in Salzburg, 667 in Nieder- und 618 in Oberösterreich. Tirol und Vorarlberg folgen mit 234 bzw. 216 Fällen, 161 sind es im Burgenland, 160 in Kärnten und 145 in der Steiermark.
Die Omikron-Variante wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen der hohen Anzahl von S-Gen-Mutationen als besorgniserregende Variante eingestuft. Sie ist die am stärksten abweichende Variante, die während der Pandemie bisher in signifikanter Zahl nachgewiesen wurde. Sie dürfte nach den bisherigen wissenschaftlichen Daten mit einer erhöhten Übertragbarkeit, einer erheblichen Verringerung der Wirksamkeit des Impfstoffs und einem erhöhten Risiko für Reinfektionen verbunden sein.

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