Chronik | Österreich
13.11.2018

„Ich blicke positiv in die Zukunft“

Stefan Joham ist 34 und selbstständiger Fotograf. Er hofft, dass die Österreicher offener und freundlicher werden.

Stefan Joham ist das, was man als „Kreativen“ bezeichnen würde. Er ist selbstständiger Fotograf, hat ein Studio in Wien-Neubau und wohnt in Mariahilf. Sein Leben spielt sich also großteils in diesen „Bobo“-Bezirken ab. Als „Bobo“ wird die Generation im Informationszeitalter bezeichnet, welche beruflichen Erfolg und einen unkonventionellen Lebensstils vereint.

Auf der Mariahilfer Straße wird der 34-Jährige von vielen begrüßt. „Mir gefällt das, wenn man offen ist und viele Leute kennt.“ Obwohl er als Selbstständiger in der Kreativbranche in unsicheren Zeiten lebt, glaubt er, dass sich Wien und Österreich in eine gute Richtung entwickeln.

„Vor drei Jahren war nicht alles besser. Sicher ist die Regierung zu kritisieren, aber aus deren Fehlern werden die Jungen lernen und nächstes Mal anders wählen. Überhaupt finde ich, dass gerade Wien immer jünger und offener wird.“

In Sachen Trend-Bewusstsein könne Österreich aber trotzdem noch nachlegen: „Wenn die Welt untergeht, dann merken das die Wiener erst ein paar Jahre später“, schmunzelt der Hobby-Kabarettist in Anlehnung an ein Gustav Mahler-Zitat. Schön fände er es, wenn die Menschen freundlicher miteinander umgehen würden. „Hier gibt es leider zu viele Grantler. Ich würde mir wünschen, dass sich die Menschen weniger beschweren.“