Entwarnung: Hund in Kärnten doch nicht erstochen

Polizeiemblem
Untersuchungen ergaben: Verletzungen sollen von einem Autounfall stammen.

Eine Woche nachdem ein toter Hund mit einer schweren Verletzung in Villach aufgefunden worden war, ist nun Entwarnung gegeben worden. 

Hatte es in ersten Meldungen noch geheißen, dass das Tier einer Gewalttat zum Opfer gefallen, also erstochen worden war, so brachte nun eine Untersuchung Klarheit. Demnach seien die Verletzungen des Tieres „am ehesten mit einem Autounfall in Zusammenhang zu bringen“, teilte die Stadtkommunikation der Stadt Villach mit.

➤ Mehr lesen: Tierquälerei ist "Risikofaktor für spätere Gewalttaten"

Ein 62-jähriger Urlauber aus den Niederlanden hatte am 4. Jänner für rund drei Stunden seine Unterkunft verlassen. Als er zurückkehrte, fand er seinen zweieinhalbjährigen Mischlingshund verendet auf der Straße. Das Tier soll regelrecht aufgeschlitzt worden sein.

„Aufgrund der Spurenlage wird die Tötung des Tieres aufgrund eines Verkehrsunfalls ausgeschlossen“, hieß es danach von der Polizei, es habe sich wohl um eine Verletzung mit einem Messer oder einem ähnlichen Gegenstand gehandelt. 

1.000 Euro Kopfgeld

Ein unbekannter Spender meldete sich nun bei dem Verein Pfotenhilfe und setzte 1.000 Euro Belohnung für den entscheidenden Hinweis aus, der zur Überführung des Täters führt, nachdem es bisher keine Spur gab. 

Um Klarheit zu bekommen, wurde das „Labor der Veterinärmedizinischen Untersuchungen“ in Klagenfurt beauftragt. Das Ergebnis: „Eine Schnitt- oder Stichverletzung ist auszuschließen“, lautete das Urteil des Tierarztes, der die Untersuchung durchgeführt hatte. 

Die äußerlich sichtbaren Verletzungen seien „mit Sicherheit Folge einer stumpfen äußeren Gewalteinwirkung“. Außerdem habe der Hund zahlreiche innere Verletzungen erlitten, was ebenfalls für einen Autounfall spreche.

Kommentare