© Gilbert Novy

Chronik Österreich
10/26/2019

Hermes.Wirtschafts.Preis. an beste Unternehmen des Landes vergeben

In der Hofburg wurden am Donnerstag heimische Spitzenbetriebe ausgezeichnet

Donnerstagabend wurden bei der Gala der österreichischen Wirtschaft zum vierten Mal die „Hermes.Wirtschafts.Preise“ vergeben. Das Wirtschaftsministerium, die Wirtschaftskammer Österreich, Leitbetriebe Austria und der KURIER luden zum größten Preis dieser Art und zeichneten Unternehmen für herausragende Leistungen aus. 700 Gäste verfolgten in der Hofburg die Preisverleihung.

Wo immer man auf der Welt hinkommt, „überall sieht man, wie toll unsere Unternehmen sind“, sagte KURIER-Chefredakteurin Martina Salomon in ihrer Eröffnungsrede. Deshalb sei es wichtig, die Hidden Champions und mittelständischen Unternehmen vor den Vorhang zu holen. Dennoch dürfe man nicht vergessen, dass es für noch viel zu tun gebe, um die Wirtschaft zu unterstützen. Salomon sprach die Probleme in der Lehrlingsausbildung, den Fachkräftemangel und die überbordende Bürokratie an.

Über eine Premiere der besonderen Art freute sich Bundeskanzlerin und Laudatorin Brigitte Bierlein. Zum ersten Mal ging der Ehrenpreis für das Lebenswerk an eine Frau: Elisabeth Gürtler. Die Liste ihrer Erfolge würde den Rahmen sprengen, Gürtler sei eine beeindruckende Person, die beispielhaft Tradition und Moderne zu vereinen verstehe und Sacher zu einer der wichtigsten Marken Österreichs gemacht habe.

KURIER-Geschäftsführer Thomas Kralinger kam vor der Preisverleihung auf das Thema Ausbildung zu sprechen und hob das KURIER-Lernhaus hervor, das Kindern aus sozial schwächerem Umfeld neue Chancen gibt. Vor kurzem sei das neunte Lernhaus eröffnet worden, insgesamt würden 200 Kinder betreut.

Stolze Sieger

Für die Hermes-Preise beworben haben sich zahlreiche Unternehmen aus ganz Österreich. Bewertet wurden unter anderem Umsatzwachstum, Mitarbeiterwachstum, Profitabilität und Internationalisierungsgrad.

Sieger in der Kategorie Dienstleistungen wurde Navax Consulting. Unter anderem, weil das Unternehmen besonders im Ausland schnell wächst und viele Mitarbeiter aufnimmt. Das Wiener Unternehmen bietet Business-Softwarelösungen in den Bereichen ERP, CRM, Business Intelligence, Controlling & Budgetierung sowie Collaboration & Mobility.

In der Sparte Familienbetriebe setzte sich S&S Steinhuber durch. Die Welser sind in der Laserlohnfertigung unterwegs. Besonders aufzeigen konnte das Unternehmen durch hohe Profitabilität. S&S Steinhuber gewann bereits im Vorjahr den Preis in dieser Kategorie.

Die Kategorie Frauen konnte zum dritten Mal das Institut AllergoSan aus Graz für sich entscheiden. Das Unternehmen wurde ausgezeichnet, weil es eine wichtige Bedeutung für den regionalen Standort und einen starken Fokus auf eigene Forschung hat.

Den Bereich Handel entschied die Bluhm Systeme GmbH aus Wien für sich. Das Familienunternehmen ist ein Komplett-Anbieter von Kennzeichnungslösungen für die Bereiche Produktion und Logistik und punktete unter anderem mit einem eigenen Fonds für Social Sponsoring.

Der Preis für die Industrie ging an den oberösterreichischen Kranhersteller Palfinger. Das Unternehmen gilt als absoluter Hidden Champion und damit als Musterbeispiel für den Standort Österreich.

Die Kategorie International gewann 3con Anlagenbau. Das Unternehmen baut Sondermaschinen für Autohersteller und konnte sich durch hohe Innovationskraft und rasches Mitarbeiterwachstum durchsetzen.

Der Logistik-Preis ging an ACS Logistics aus Oberösterreich. Der Logistikdienstleister mit Schwerpunkt globale Luft- und Seefracht zeigte nicht nur durch hohes Umsatz- und Mitarbeiterwachstum auf, sondern hat auch einen hohen Internationalisierungsgrad.

Die Kategorie Tourismus entschied das Hotel und Restaurant Imlauer für sich. Der Salzburger Betreiber von sechs 4-Sterne-Hotels mit rund 1.000 Betten sowie Catering-Unternehmen und Restaurants ist ein wichtiges Ausbildungsunternehmen in der Region und vergibt viele Aufträge an die regionale Wirtschaft.