Chronik | Österreich
14.05.2018

Helfer richteten Tausende Sandsäcke

Überflutungen, Muren, Straßensperren: Viele Gemeinden kämpfen mit den Folgen des Unwetters - und es regnet weiter

Allein in Schwarzautal, Bezirk Leibnitz, füllten Helfer 3000 Säcke mit Sand. Sie sollen Häuser, die im gefährdeten Bereich liegen, schützen: Der Labillbach in der Gemeinde trat bereits am Montag über die Ufer und es wurde noch mehr Regen bis in die Nacht zum Dienstag hinein prognostiziert.

Weite Teile der Steiermark spürten am Montag die Folgen des Tiefs, das seit dem Wochenende über das Land zieht. Betroffen waren vor allem der Süden und der Osten, speziell die Gemeinden Pöllau, Stubenberg und Anger: dort fiel binnen 24 Stunden rund 80 Liter Regen pro Quadratmeter, außergewöhnlich viel. In Anger stand der Keller der Volksschule unter Wasser.

 

Doch auch Gemeinden in den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg im Westen hatten mit Wassermassen, überfluteten Kellern und Murenabgängen zu kämpfen. Zahlreiche Straßen waren nicht passierbar. In Hartberg-Fürstenfeld musste die Stubenbergklamm gesperrt werden. Allein im Bezirk Feldbach waren bis Montagnachmittag 600 Feuerwehrleute im Einsatz, um Straßen freizubekommen und Keller auszupumpen.

Doch die Meteorologen prognostizierten für die Nacht, aber auch Dienstagvormittag nichts Gutes: Sie erwarten weitere starke Regenfälle, die sich jetzt aber mehr in Richtung Weststeiermark verlagern dürften. Bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter werden befürchtet. Das Katastrophenschutzreferat des Landes erneuerte deshalb seine Unwetter- und Starkregenwarnung.