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Chronik Österreich
06/29/2021

Gewitterfront zog über Österreich: Feuerwehren im Dauereinsatz

Unwetterfront zog von Bayern kommend über Oberösterreich und erreichte am späteren Dienstagabend Niederösterreich.

von Paul Haider

Ein heftiger Sturm hat am Dienstagabend für Dutzende Feuerwehreinsätze in Niederösterreich und Oberösterreich gesorgt. Die Unwetterfront hat, von Bayern kommend, zunächst gegen 19 Uhr das Innviertel erreicht und zog in Richtung Osten weiter. Zahlreiche Feuerwehreinsätze wegen Überflutungen und Sturmschäden waren die Folge.

Sturmschäden in NÖ, 50 Wehren im Bezirk Amstetten im Einsatz

In Niederösterreich wurden um 21 Uhr bereits 30 Feuerwehren zu Einsätzen in den Bezirken Amstetten, Melk und Scheibbs alarmiert. Heftige Sturmböen haben hier eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Vom Sturm umgeknickte Bäume waren dem Vernehmen nach der häufigste Einsatzgrund. Eine ÖBB-Oberleitung wurde beschädigt, vereinzelt ist es zu Stromausfällen gekommen.

Die Freiwillige Feuerwehr Amstetten berichtet auf ihrer Facebook-Seite gar von "hunderten Notrufen", die im Minutentakt die Bereichsalarmzentrale Amstetten erreicht hätten. 

Franz Resperger, Pressesprecher des NÖ Landesfeuerwehrkommandos sagte am Dienstag um 22 Uhr zum KURIER, dass in Amstetten insgesamt 50 Feuerwehren im Einsatz waren, das Unwetter sei mittlerweile aber abgezogen. 

Schaden

In Oberösterreich war der Bezirk Urfahr-Umgebung wie schon beim Hagel-Unwetter vorige Woche massiv betroffen, in der Landwirtschaft waren es vor allem die Bezirke Wels-Land und Linz-Land. Stark beschädigt wurden Anbauflächen von 5.500 Hektar mit Getreide, Mais, Gemüse- und Obstkulturen. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung (ÖHV) sprach von einem Déjà-vu und einem Schaden in Oberösterreich „von weiteren drei Millionen Euro“.

Mit der Einsendung des Materials (Foto, Video) räumt der Teilnehmer unwiderruflich ein unentgeltliches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht für alle Kommunikations­kanäle des KURIER Medienhauses ein.

Vorarlberg: Boot in Seenot in der Harder Bucht

Bereits am Nachmittag hat heftiger Sturmwind in Vorarlberg für mehr als 20 Feuerwehreinsätze gesorgt. Auch hier waren vor allem Schäden durch umgestürzte Bäume und heruntergefallene Dachziegel das Problem. 

Wie die Polizei berichtet, sind in Bregenz Bäume auf ein Wohnhaus und Stallungen gefallen - Menschen oder Tiere kamen dabei nicht zu Schaden. In der Harder Bucht im Bezirk Bregenz hat zudem ein Boot Mastbruch erlitten. Wasserrettung und Feuerwehr wurden alarmiert, das Boot wurde in den Harder Hafen geschleppt. Die Besatzung wurde vom Roten Kreuz versorgt, benötigte aber keine weitere medizinische Betreuung.

Bis dato es keine Meldungen über Verletzte in Zusammenhang mit den Sturmereignissen am Dienstagabend.

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