Homophobe Gewalt steigt: 330 Gewaltverbrechen gegen Homosexuelle im Vorjahr
1.575 Personen sind im Vorjahr in Österreich Opfer gewaltbezogener Hasskriminalität geworden. Davon waren 62 Prozent Männer und 32 Prozent Frauen. Beim Rest konnte das Geschlecht nicht eindeutig zugeordnet werden bzw. handelte es sich um juristische Personen. 330 Mal war die sexuelle Orientierung das Vorurteilsmotiv, was einem Anstieg um vier Prozent gegenüber 2024 entspricht. In 90 Prozent dieser polizeibekannten Fälle kam Homophobie zum Tragen.
Wie aus dem vor wenigen Wochen veröffentlichten „Hate Crime Bericht 2025“ des Innenministeriums hervorgeht, wurden fast einem Viertel der aufgrund ihrer vermuteten sexuellen Orientierung von Gewalt Betroffenen Körperverletzungen zugefügt (23 Prozent). Mit jeweils 14 Prozent folgten gefährliche Drohungen und Verhetzungen als die zahlenmäßig nächst größeren Deliktsgruppen.
Aufklärungsquote: 64 Prozent
Bei gewaltbezogener Hasskriminalität aufgrund sexueller Orientierung konnten 262 Tatverdächtige ausgeforscht werden. Die Aufklärungsquote lag somit bei 64 Prozent. Die ermittelten Tatverdächtigen waren zu 90 Prozent männlich. Im Zusammenhang mit homophoben Vorurteilsmotiven waren 28 Prozent der Tatverdächtigen älter als 40 Jahre, 23 Prozent zwischen 14 und 18 und 22 Prozent zwischen 25 und 40 Jahre alt.
Hate Crimes wegen sexueller Orientierung, insbesondere Homophobie, wurden fast in zwei Drittel der Fälle von Österreicherinnen und Österreichern begangen. Die Übergriffe ereigneten sich in 36 Prozent der Fälle im öffentlichen Raum.
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