Chronik | Österreich
17.08.2018

Flüchtender Pkw-Lenker schlug und biss Vorarlberger Polizisten

Außerdem wurde im Wagen des Mannes trotz eines aufrechten Waffenverbots ein sogenanntes "Karambit Messer" gefunden.

Ein unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehender 27-jähriger Pkw-Lenker hat am Donnerstagabend nach einem Unfall in Feldkirch einen Polizisten gebissen und geschlagen. Sein Fluchtversuch blieb aber erfolglos, teilte die Exekutive mit. Außerdem wurde im Wagen des Mannes trotz eines aufrechten Waffenverbots ein sogenanntes "Karambit Messer" gefunden.

Der 27-Jährige prallte mit seinem Auto gegen 21.30 Uhr auf einer Gemeindestraße in Feldkirch-Gisingen gegen eine Grundstücksmauer. Ein in unmittelbarer Nähe wohnender Polizist hörte den Anprall und begab sich zur Unfallstelle. Als der 41-Jährige die offensichtliche Beeinträchtigung des Verunfallten erkannte, gab er sich als Polizeibeamter zu erkennen. Daraufhin versuchte der 27-Jährige mit dem Pkw zu flüchten. Zwar versuchte der Polizist noch den Zündschlüssel durch die offene Fahrertüre abzuziehen, er wurde aber dennoch einige Meter mit dem in Gang gesetzten Fahrzeug mitgezogen.

Drogen- und Alkoholeinfluss

Anschließend wollte der 27-Jährige zu Fuß entkommen, er wurde aber schon nach knapp 100 Metern von dem 41-Jährigen eingeholt. Um nicht festgenommen zu werden, schlug er dem Polizeibeamten mit der Faust ins Gesicht und biss ihn zwei Mal ins linke Bein. Dem 41-Jährigen gelang es trotzdem, seinen tobenden Widersacher zu Boden zu bringen und ihn dort mit Hilfe von Passanten bis zum Eintreffen einer Polizeistreife zu fixieren.

Bei dem 27-Jährigen brachten sowohl ein Alkohol- als auch ein Drogentest positive Ergebnisse. In seinem Auto wurden neben dem Messer auch wenige Gramm Cannabis sichergestellt. Der Polizist erlitt Prellungen, Abschürfungen und Rissquetsch- sowie Bisswunden. Beide Männer wurden im LKH Feldkirch ambulant behandelt. Nach Abschluss der Ermittlungen wird der 27-Jährige bei Staatsanwaltschaft und Bezirkshauptmannschaft angezeigt.