In diesem Haus in Maishofen ereignete sich Sonntagabend das tödliche Familiendrama

© APA/EXPA/JFK

Chronik Österreich
08/30/2021

Familienstreit im Pinzgau: Vater soll geschossen haben

Mann soll Ex-Frau getötet und Sohn angeschossen haben - 81-Jähriger im Kampf um die Waffe offenbar tödlich verletzt.

Nach dem tödlichen Familienstreit in Maishofen (Pinzgau) geht die Polizei auf Basis der bisherigen Ermittlungen davon aus, dass der 81-jährige Mann am Sonntag gegen 18.45 Uhr seine 71-jährige Ex-Frau bei der Auseinandersetzung durch einen Kopfschuss von hinten getötet hat.

Dazu verwendete er eine auf ihn registrierte kleinkalibrige Faustfeuerwaffe. Unmittelbar darauf versuchte der Mann, auch seinen 51-jährigen Sohn durch einen Schuss ins Gesicht zu töten.

Wie die Landespolizeidirektion am Montagabend informierte, kam es in der Folge zwischen den beiden Männern zu einem Handgemenge und einem längeren Kampf um die Waffe. Dabei rang der Sohn seinen Vater nieder und fixierte ihn durch Körperkraft am Boden. Zudem gelang es ihm, dem Vater die Waffe abzunehmen und den Polizeinotruf zu verständigen.

Vater starb an inneren Verletzungen

Vermutlich beim Gerangel oder als Folge des Fixierens dürfte der 81-Jährige so schwere innere Verletzungen erlitten haben, dass er noch vor der Einlieferung ins Krankenhaus starb.

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Salzburg gehen derzeit nicht davon aus, dass ein Mordverdacht gegen den 51-jährigen Sohn begründet werden kann, sein Handeln in einer Notwehr- bzw. Nothilfesituation werde jedoch strafrechtlich geprüft.

Festnahme des Sohns aufgehoben

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde die vorläufige Festnahme des 51-Jährigen aufgehoben. Der Sohn erlitt offenbar einen Steckschuss im Kiefer und musste im Landeskrankenhaus operiert werden. Die Leichen der Eltern wurden nach der Obduktion zur Beerdigung freigegeben.

Die noch notwendigen Ermittlungen des Landeskriminalamtes Salzburg laufen weiter. Zu einem möglichen Motiv wollte sich die Polizei bisher noch nicht äußern. In Salzburger Medien war am Montag über Streitigkeiten ums Geld oder das Erbe als Auslöser für die Tat spekuliert worden.

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