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Chronik Österreich
01/13/2022

Fahrverbote rund um Kufstein wieder aktiviert

Mit Samstag an Wochenenden und Feiertagen.

Um dem offenbar wieder vermehrten Ausweichverkehr von der Inntalautobahn (A12) auf das niederrangige Straßennetz in den Griff zu bekommen, greift das Land Tirol rund um Kufstein im Unterland wieder auf Fahrverbote zurück. Die Maßnahmen gelten ab diesem Samstag jeweils an Samstagen (von 7.00 bis 19.00 Uhr) und Sonn- und Feiertagen (von 8.00 bis 17.00 Uhr) bis einschließlich 18. April, hieß es in einer Aussendung.

Ausgenommen sind erneut Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr. „Betroffen“ ist der Durchzugsverkehr auf der Unterinntalstraße (L 211) im Gemeindegebiet von Langkampfen, der Buchberger Straße (L 295) in Fahrtrichtung Niederndorf und der Alten Erler Straße (L 209) ebenso in Richtung Niederndorf.

"Entzerrung"

Darüber hinaus erlässt die Stadt Kufstein drei Fahrverbote in ihrem eigenen Wirkungsbereich, hieß es. Auch mit Dosierampeln wird wieder operiert - zur „Entzerrung des Wochenendverkehrs“. Zwei werden auf der Walchseestraße (B 172) in Niederndorf, eine auf der Eibergstraße (B 173) in Fahrtrichtung Kufstein installiert. Zudem werde die bestehende Ampelanlage auf der Tiroler Straße (B 171) aktiviert.

„Wir beobachten, dass der Ausweichverkehr auf das niederrangige Verkehrsnetz an den Wochenenden zunimmt“, begründete Tirols Landeshauptmannstellvertreterin und Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe (Grüne) die Vorgangsweise. Damit stelle man sicher, „dass der Wochenendverkehr auch auf den dafür vorgesehenen Straßenzügen bleibt, der Durchzugsverkehr nicht mitten durch die Ortsgebiete rollt und die verlässliche und prompte Einsatzmöglichkeit von Rettungsorganisationen weiterhin sichergestellt ist“, so Felipe.

Kritik

Auch anderswo in Tirol gelten bereits wieder solche Fahrverbote. Konkret seit 25. Dezember auf der Pinswanger- (L 288) und der Reuttenerstraße (L 69) im Bezirk Reutte bzw. entlang der Bruckerstraße im Zillertal (L 294)

Die Tiroler Fahrverbote waren im Sommer 2019 erstmals praktiziert worden und hatten gehörig Staub aufgewirbelt. Unter anderem kam es zu massiver politischer Kritik aus Bayern und Deutschland. Im darauffolgenden Winter und vor Corona fanden sie schließlich ihre Fortsetzung.

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