Chronik | Österreich
19.07.2018

Ewige Frage: Welche ist die älteste Stadt Österreichs?

Enns in Ober- und St. Pölten in Niederösterreich beanspruchen beide für sich, die älteste Stadt im Land zu sein.

Einen „ewigen Wettstreit“ liefern sich auch St. Pölten und Enns. Es geht um die Frage, wer das älteste Stadtrecht besitzt.

2009 ließ die nö. Landeshauptstadt die Korken knallen und feierte „Stadt seit 850 Jahren“. Bischof Konrad II. von Babenberg war es, der am 3. Mai 1159 einem Teil der Bürger (burgenses) St. Pöltens gerichtliche Privilegien verlieh. Das Original-Dokument gibt es zwar nicht mehr, wohl aber eine Abschrift. Enns wiederum gibt die Stadtrechtsurkunde von 1212 als älteste erhaltene Österreichs an, was sie zur ältesten Stadt mache. Die Urkunde liegt in einem Museum.

Die Historiker sind sich jedenfalls nicht einig, wer nun eigentlich recht hat. Denn wie so oft ist alles eine Interpretationsfrage. Denn eigentlich gab es ja auch schon während der Römerzeit Städte in Österreich.

Atmosphärische Störungen zwischen St. Pölten und Enns gibt es wegen dieses  Wettstreites freilich nicht. Man feiert die Feste, wie sie fallen.