Bei einem Wohnhausbrand in Ried im Innkreis hat die Feuerwehr in der Nacht den 30. März 2020 eine Person tot aufgefunden.

© APA/MATTHIAS LAUBER

Chronik Österreich
04/30/2020

Elf Menschen fielen während Beschränkungen Bränden zum Opfer

Die meisten starben an einer Rauchgasvergiftung. Rauchwarnmelder und tragbarer Feuerlöscher können lebensrettend sein.

Mindestens elf Personen sind während der Ausgangsbeschränkungen bei Bränden in Österreichs Haushalten ums Leben gekommen. Das berichtete das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) am Donnerstag. Gemeinsam mit den österreichischen Brandverhütungsstellen (BVS) für Oberösterreich riet es deshalb nun zu erhöhter Vorsicht.

Seit Jahresbeginn sind mindestens 24 Personen bei Wohnungsbränden gestorben, elf davon allein in den vergangenen sieben Wochen, wie aus KFV-Recherchen hervorgeht. Am häufigsten ereigneten sich die Brände in Haushalten dabei in Küchen und Kellern, immer wieder wurden auch Zigarettenstummel beziehungsweise Asche als Auslöser identifiziert. „In den meisten Fällen ist die Verletzungs- bzw. Todesursache nicht das Feuer selbst, sondern eine Rauchgasvergiftung“, betonte Armin Kaltenegger vom KFV.

Feuerlöscher wichtig

Für rasche Warnung vor einem Brandgeschehen sei deshalb besonders wichtig, einen Rauchwarnmelder installiert zu haben. Diese seien günstig, einfach zu montieren, würden bereits eine relativ geringe Konzentration an Brandrauch erkennen und verlässlich mit einem lauten Alarmton warnen. Außerdem sollte jeder Haushalt mit einem tragbaren Feuerlöscher ausgestattet sein, sagte Günther Schwabegger von BVS Oberösterreich.

Ein solcher kam etwa in der Nacht auf Donnerstag in einem Mehrparteienhaus in St. Georgen am Fillmannbach (Bezirk Braunau) zum Einsatz. Dort brach ein Feuer aus. Die 30-jährige Bewohnerin war durch Brandgeruch wach geworden und sah Flammen im Wohnzimmer. Der 61-jährige Vater versuchte sie selbst zu löschen. Die Feuerwehr brachte den Brand schnell unter Kontrolle. Der 61-Jährige kam mit leichter Rauchgasvergiftung davon.

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