Chronik | Österreich
13.07.2018

Ein Fehltritt beim Wandern: Mädchen überlebt 100-Meter-Sturz

Die Neunjährige wurde geborgen und ins Klinikum Klagenfurt geflogen. Sie ist außer Lebensgefahr.

Ein neun Jahre altes Mädchen aus dem Bezirk Hermagor ist am Freitag bei einer Wanderung in den Gailtaler Alpen (Bezirk Spittal) nach einem Fehltritt rund 100 Meter tief angestürzt. Es erlitt Kopfverletzungen, ist aber außer Lebensgefahr.

Der Unfall ereignete sich Freitagmittag am Torkofel auf rund 2170 Metern Seehöhe beim Abstieg vom Gipfel. Die Neunjährige wurde bei der Wanderung von ihrer Mutter sowie ihrem Großvater begleitet. „Die Mutter hat uns geschildert, dass sie ihre Tochter an der Hand gehalten habe“, erzählt Frank Buchholz von der Alpinpolizei Spittal. Buchholz weiter: „Dort gibt es einen schmalen Gipfelsteig. Das ist ein ziemlich gefährlicher Bereich, links und rechts stark abschüssiges Gelände. Fehltritte werden an dieser Stelle nicht verziehen.“

Gestolpert

Doch das Kind sei plötzlich ins Straucheln geraten, habe die Mutter erzählt. Sie habe nach dem Mädchen gegriffen, es aber schließlich nicht mehr festhalten können. „Die Neunjährige ist rund 100 Meter abgestürzt“, sagt Buchholz. Rasch wurde von der Mutter die Rettungskette in Gang gesetzt, das Mädchen konnte von der Flugrettung Christophorus 7 mittels Tau geborgen werden.

Kopfverletzungen unbestimmten Grades wurden vor Ort nach der notärztlichen Erstversorgung festgestellt, zu diesem Zeitpunkt war das Mädchen ansprechbar. Gemeinsam mit der Mutter wurde es ins Klinikum nach Klagenfurt geflogen.

Dort wurde die Neunjährige erst im Schockraum behandelt und in der Folge am Eltern-Kind-Zentrum kinderchirurgisch betreut. „Das Mädchen ist inzwischen stabil und befindet sich außer Lebensgefahr“, teilte Kerstin Wrussnig, Sprecherin des Klinikum Klagenfurt, am Abend mit.

Thomas Martinz